Mixed

Federer spielt bis 2019 in Basel, Wien-Chance quasi dahin

Die Chance des Wiener ATP-Turniers Erste Bank Open auf eine Verpflichtung von Tennis-Superstar Roger Federer in den letzten Karriere-Jahren des Schweizers sind auf ein Minimum gesunken. Zwar ist ein Ende der Laufbahn des 35-Jährigen noch nicht absehbar, doch hat er sich nun vertraglich bis 2019 an das ATP-500-Event in Basel verpflichtet. Und dieses findet parallel zum Wiener ATP-500-Turnier statt.

Roger Federer. SN/APA (AFP)/SAEED KHAN
Roger Federer.

Federer hatte in den Anfängen seiner unvergleichen Karriere von 1999 bis 2003 fünfmal in Folge in der Wiener Stadthalle aufgeschlagen. 2002 als Weltranglisten-13. und 2003 als bereits Dritter des Rankings holte er den Titel. Vier Monate später wurde der Eidgenosse erstmals zum Weltranglisten-Ersten. Ab da gelang es den Verantwortlichen des größten österreichischen Turniers nicht mehr, Federer zu verpflichten.

In den vergangenen Jahren war dieses Thema bei Turnierdirektor Herwig Straka aktuell. Seit dem Aufstieg von Wien in die 500er-Kategorie und dem Wechsel in die Basler Woche, ist die Umsetzung dieses Vorhabens aber noch schwieriger geworden. Denn Basel ist Federers Heimatstadt, dort hat er in nicht weniger als 16 Jahren aufgeschlagen. Sieben Mal holte der mittlerweile 18-fache Sieger von Grand-Slam-Turnieren in der Grenzstadt den Titel, fünf weitere Male war er Finalist.

Im Vorjahr war Federer für keines der Turniere in Jahreshälfte zwei letztlich ein Thema, da er seine Saison verletzungsbedingt nach Wimbledon beendet hatte. Geplant hatte er aber auch da für Basel. Nach der dortigen ersten Federer-Absenz seit 2005 schlugen die dortigen Organisatoren nun zu, und schlossen mit dem Weltranglisten-Neunten einen Dreijahresvertrag ab. Gerade nach seinem Comeback als Grand-Slam-Turniersieger Ende Jänner bei den Australian Open ist dieser Coup sehr viel wert.

Bei den Basler Organisatoren herrscht dank des neuen Kontrakts daher auch "grenzenlose Begeisterung". Nicht nur Turnierboss Roger Brennwald, auch Federer selbst freut sich bereits auf den Event Ende Oktober. "Ich kann es kaum erwarten, im Herbst wieder vor meinem Heimpublikum anzutreten. In Basel zu spielen ist immer ein Highlight des Jahres", sagte er. Einige weitere Asse werden ihm in der St. Jakobshalle wohl als Konkurrenten dienen, andere Hochkaräter werden parallel in Wien servieren.

Der Doppel-Olympiasieger von 2008 in Peking wäre jedenfalls nun frühestens erst 2020 wieder für Wien frei, sollte Federer dann 39-jährig überhaupt noch spielen. Die Chance, den "Maestro" noch einmal im Rahmen eines ATP-Turniers in der Bundeshauptstadt zu sehen, ist also drastisch gesunken. Positiv für Federers österreichische Fans ist aber die Tatsache, dass der Vater zweier Zwillingspärchen offenbar nach dieser Saison auch noch fix für das nächste und übernächste Jahr plant.

Quelle: Apa/Ag.

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