Mixed

Federer startet mit Sieg die Jagd auf Nadal

Der Schweizer feiert einen erkämpften Auftaktsieg beim Rasenturnier in Stuttgart, wo er seinen Rivalen als Nummer eins ablösen kann. Zuvor verbeugte er sich vor dem spanischen Paris-Triumphator.

Roger Federer ist nach 80 Tagen zurück auf dem Tennisplatz. SN/gepa
Roger Federer ist nach 80 Tagen zurück auf dem Tennisplatz.

Am Mittwoch um 15 Uhr war es soweit: 80 Tage nach seinem letzten Auftritt hat Superstar Roger Federer wieder den Tennisplatz betreten. Der 20-fache Grand-Slam-Sieger, der die Sandplatzsaison ausgelassen hatte, besiegte den Deutschen Mischa Zverev nach Startschwierigkeiten 3:6, 6:4, 6:2 und feierte damit einen gelungen Auftakt in die Rasensaison.

"Nach so langer Zeit ohne Match musste ich mich gedulden und aufpassen, dass ich nach dem verlorenen ersten Satz nicht den Faden verliere. Aber mit dem zweiten und dritten Satz bin ich zufrieden", sagte Federer. Dem Schweizer war gegen den Aufschlag-Volley-Spieler die fehlende Matchpraxis etwas anzumerken. "Man vergisst fast, wie es ist ein Match zu spielen und die Konzentration zu behalten. Alles in allem bin ich aber sehr glücklich im Viertelfinale zu sein."Dort trifft er am Freitag auf Guido Pella (ARG) oder Prajnesh Gunneswaran (IND).

Für Federer geht es in erster Linie weiter darum Spielpraxis zu sammeln, um bis Wimbledon in Topform zu sein. "Wo ich stehe, ist noch schwer abzuschätzen", sagt er. Doch hat er in Stuttgart auch die Chance Rafael Nadal wieder als Nummer eins abzulösen. Der Spanier hatte nach Madrid mit dem Titel in Rom und seinem elften Triumph in Roland Garros die Spitze vom Schweizer übernommen. "Bei mir geht es um mehr als die direkten Duelle mit Nadal. Ich habe vier Kinder - das vergessen viele", gibt Federer der Übernahme des Tennisthrons nicht mehr seine höchste Priorität.

Über seinen langjährigen Rivalen äußerte sich der 36-Jährige in höchsten Tönen: "Da können wir uns alle nur verneigen. Unglaublich. Absolut nur die Superlative bleiben da übrig." Das Endspiel in Paris gegen Dominic Thiem habe Nadal "mit der Souveränität eines Champions" für sich entschieden. Während sich Federer nach der langen Pause "sehr frisch" fühlt, hatte Nadal (32) nach seinem Paris-Triumph gesagt: "Mein Körper fühlt sich an wie der eines 40-Jährigen." Nun sagte er seine Teilnahme in Queen's ab und wird, wenn überhaupt, ohne Rasen-Generalprobe in Wimbledon antreten.

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