Mixed

Federer und Murray im Wimbledon-Finale

Federer besiegte am Freitag Titelverteidiger Djokovic mit 6:3,3:6,6:4,6:3. Murray setzte sich gegen Tsonga mit 6:3,6:4,3:6,7:5 durch und steht als erster Brite seit mehr als 74 Jahren im Wimbledon-Endspiel.

"Dafür spielt man Tennis - um um die Wimbledon-Trophäe zu spielen", sagte der sichtlich gelöste Federer nach seiner mutigen Vorstellung gegen Djokovic. Der Schweizer greift nun nach dem siebenten Wimbledon-Triumph. Er könnte damit die Bestmarke des US-Amerikaners Pete Sampras einstellen - und zudem erstmals seit Mai 2010 wieder die Spitze im ATP-Ranking übernehmen. "Natürlich habe ich jetzt auch viel Druck, weil für mich viel auf dem Spiel steht", betonte Federer.

Unter dem geschlossenen Centre-Court-Dach im verregneten Londoner Südwesten standen sich zwei Kontrahenten auf Augenhöhe gegenüber. Zwar ging Federer noch mit einer 14:12-Bilanz gegen Djokovic in die Partie, von den vorigen fünf Grand-Slam-Halbfinal-Spielen gegen den Serben hatte der 16-fache Grand-Slam-Rekord-Champion aber vier verloren.

Andy Murray ist als erster Brite seit Bunny Austin 1938 ins Endspiel von Wimbledon eingezogen. Der 25-jährige Schotte setzte sich am Freitag in der zweiten Halbfinalpartie gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga mit 6:3,6:4,3:6,7:5 durch. Murray hat nun am Sonntag im Endspiel gegen den favorisierten Schweizer Roger Federer die Chance, als erster Brite seit Fred Perry 1936 im All England Club zu triumphieren.

Murray steht in seinem vierten Grand-Slam-Endspiel. Die vorigen drei hat er verloren: 2011 bei den Australian Open gegen Novak Djokovic sowie bei den US Open 2008 und den Australian Open 2010 jeweils gegen Federer. Im direkten Vergleich mit dem 16-fachen Grand-Slam-Turniersieger führt Murray aber mit 8:7.

Jürgen Melzer und Philipp Petzschner haben ihre Hoffnungen auf den zweiten gemeinsamen Wimbledon-Doppel-Titel nach 2010 begraben müssen. Das österreichisch-deutsche Tennis-Duo verlor am Freitagabend im Halbfinale gegen die als Nummer fünf gesetzten Robert Lindstedt/Horia Tecau (SWE/ROM) mit 4:6,7:6(10),4:6,3:6. Lindstedt/Tecau hatten zuvor mit Julian Knowle (mit dem Italiener Daniele Bracciali) im Viertelfinale einen weiteren Österreicher ausgeschaltet.

Quelle: APA

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