Mixed

Federer und Wawrinka in dritter Melbourne-Runde

Die Schweizer Tennis-Stars Roger Federer und Stan Wawrinka sind am Mittwoch im Gleichschritt in die dritte Runde der Australian Open eingezogen. Der vierfache Melbourne-Sieger Federer, der in der ersten Runde den Niederösterreicher Jürgen Melzer eliminiert hatte, bezwang den US-Amerikaner Noah Rubin 7:5,6:3,7:6(3). Wawrinka, der 2014 triumphiert hatte, besiegte Steve Johnson (USA) 6:3,6:4,6:4.

Federer hinterließ einen zwiespältigen Eindruck.  SN/APA (AFP)/SAEED KHAN
Federer hinterließ einen zwiespältigen Eindruck.

Vor allem Wawrinka steigerte sich gegenüber der Startrunde deutlich, als er das Ausscheiden gegen Martin Klizan nach Breakrückstand im fünften Satz gerade noch abwenden konnte. Die Nummer vier des Turniers ließ der Nummer 30 der Welt keine Chance. Wawrinka, der imposante 46 Winner schlug, trifft in der dritten Runde auf den als Nummer 29 gesetzten Serben Viktor Troicki, gegen den er alle sieben bisherigen Begegnungen gewonnen hat.

Federer hinterließ dagegen einen zwiespältigen Eindruck. Auch im zweiten Match nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause konnte er nicht verbergen, dass der Rhythmus und die Automatismen noch nicht hundertprozentig stimmen. Im ersten Durchgang musste Federer gegen den US-Qualifikanten bis zum 6:5 warten, ehe ihm mit der insgesamt fünften Breakchance der Satzgewinn gelang. Im dritten Satz geriet er nach dem einzigen Break von Rubin gar 0:3 in Rückstand und musste beim Stand von 3:5 zwei Satzbälle abwehren. In den entscheidenden Momenten agierte Federer jedoch überzeugend. Mit dem als Nummer 10 gesetzten Tschechen Tomas Berdych wartet auf den 35-Jährigen nun ein echter Prüfstein.

Andy Murray sorgte in seinem Match zu später Stunde für eine Schrecksekunde. Der Schotte knickte zu Beginn des dritten Satzes gegen den russischen Qualifikanten Andrej Rublew um und stürzte mit schmerzverzerrtem Gesicht in der Rod-Laver-Arena auf den stumpfen Hartplatz. "Es schmerzt ein bisschen, aber es ist nichts Ernstes", sagte er nach dem nur 1:37 Stunden langen Match, das er problemlos mit 6:3,6:0,6:2 gewann. Murray, der nach fünf sieglosen Finalteilnahmen (2010, 2011, 2013, 2015, 2016) seinen ersten Triumph bei den Australian Open anstrebt, trifft nun auf den an Nummer 31 gesetzten US-Amerikaner Sam Querrey.

Drei gesetzte Herren mussten sich am Mittwoch verabschieden. Der Kroate Marin Cilic (7) unterlag dem Briten Daniel Evans in vier Sätzen, der Australier Nick Kyrgios gab gegen den Italiener Andreas Seppi eine Zweisatz-Führung aus der Hand und verlor im fünften Satz mit 8:10. Die US-Aufschlagkanone John Isner vergab in einem spannenden Marathon-Match gegen den Deutschen Mischa Zverev zwei Matchbälle und musste sich schließlich nach 4:10 Stunden geschlagen geben.

Quelle: Apa/Sda

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