Tour of the Alps (5): Leise Motoren im Feld

Ein Radrennen funktioniert nicht ohne Motorräder. Im Trentino sind sie erstmals sauber.

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Flieher radelt Bernhard Flieher
 SN/josef vaishar/cycling photography

Es surren Ketten. Es schnalzen Schaltungen. Das sind die natürlichen Geräusche eines Radrennens. Dazu kommen heulende Polizei-Sirenen, das Flattern der Rotoren von Hubschraubern und das Brummen von Motorrädern. Stinkender Lärm, der über der körperlichen Anstrengung hängt, begleitet das Fahrerfeld und kündigt es von weitem an. Auf dem Weg nach Cles ist bei der vierten Etappe der Tour of the Alps ist dieser Lärm nicht ganz verschwunden. Aber er wird ein bisschen reduziert. Ein Motorrad im Tross ist so leise, dass man es leicht überhören könnte. In mancher Kurve übertönt das Schnalzen der Schaltungen das Gasgeben der begleitenden Motorräder. Die Elektromaschinen der "Energica EsseEsse9" haben hier nämlich ihre Premiere im Profi-Radsport.

Das E-Bike-Modell - besetzt mit zwei Personen - hat auf der Etappe eine relativ einfache Aufgabe. Von der Maschine aus werden den Fahrern die Abstände zwischen dem Feld und den einzelnen Ausreißergruppen angezeigt. "Es ist ein Versuch, der sehr gut in unsere Konzept passt, weil wir ökologische Aspekte stark berücksichtigen wollen", sagt Matteo Rossi von Trentino Marketing. Das Unternehmen "Energica" beliefert als einzige Firma auch die heuer erstmals stattfindende Weltmeisterschaft für E-Motorräder, die MotoE, die auch auf dem Spielberg-Ring in Österreich gastieren wird.

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