Mixed

Frank segelt im Test-Modus - Zajac auf Suche nach Partnerin

Die Olympia-Bronzemedaillengewinner Thomas Zajac und Tanja Frank werden ihre Segelkarriere fortsetzen, allerdings getrennt, mit neuen Partnern und teils in neuen Bootsklassen. Österreichs frisch gekürte "Mannschaft des Jahres" will bis zur endgültigen Entscheidung noch das Vorgehen des Weltverbandes abwarten, der frühestens im Februar die für Tokio 2020 geltenden Spielregeln festlegen wird.

Frank segelt im Test-Modus - Zajac auf Suche nach Partnerin SN/APA/HERBERT NEUBAUER
"Mannschaft des Jahres" geht nun getrennte Wege.

Nach nur einer Olympia-Kampagne trennten sich die beiden Nacra17-Segler in aller Freundschaft. Die 23-Jährige Wienerin will sich ihren Wunsch zu steuern erfüllen und wechselte in die 49erFX-Klasse, einer reinen Damenkategorie. Mit der 22-jährigen Deutsch-Österreicherin Lorena Abicht hat sie bereits am Gardasee trainiert. Durchaus möglich, dass dies bereits eine Fix-Paarung im Hinblick auf die Japan-Spiele sein wird.

"Ich will, aber ich kann noch nicht sagen, dass es hundertprozentig ist. Ich bin vorher noch nie mit ihr gesegelt. Wir werden über den Winter trainieren, uns anschauen, wie es sich entwickelt und dann fix entscheiden bzw. auch noch das Vorgehen des Weltverbandes abwarten", sagte Frank zur APA - Austria Presse Agentur. Für sie geht es damit aus den Katamaran in den Skiff. "Das ist extrem attraktiv und die Chance, mich als Steuerfrau durchzusetzen, ist ungemein reizvoll."

Noch weit mehr offen ist beim 31-jährigen Zajac, der prinzipiell im Nacra17 bleiben möchte und die Teilnahme an der Regatta bei den Sommerspielen vor Enoshima in der Sagami Bucht 50 Kilometer südlich von Tokio anpeilt. "Ich würde gerne am Katamaran bleiben und weiter Nacra segeln. Es ist aber noch nicht fix, ob er als Mixed bleibt, oder ein reines Damenboot oder auch ein reines Herrenboot wird", erklärte Steuermann Zajac, der nach dem Motto "Nicht ausruhen, sondern Gas geben" bereits drei Wochen in Spanien trainiert hat.

Neue Vorschoterin hat er noch keine in Aussicht. "Ich bin noch ziemlich auf Frauensuche. Aber es ist schwierig, ich kann kein fettes Agreement mit einem neuen Mädel eingehen, wenn noch nicht wirklich ganz fix ist, ob die Klasse Mixed bleibt. Ich versuche, breit aufgestellt zu sein, segel ein bissl mit Typen, ein bissl mit Mädels."

Konkret sind seine Pläne aber, sich parallel im Offshore-Bereich zu versuchen. So wird er mit den Tornado-Doppel-Olympiasiegern Roman Hagara/Hans Peter Steinacher nach Sydney reisen, das Duo ist erfolgreich in der Extreme Series engagiert. "Wunsch und Motivation sind groß, im Offshore-Bereich ein bissl Fuß zu fassen. Auf einen großen Katamaran, der fliegend ist (Foiling/Anm.), wäre naheliegend. Das wäre ziemlich cool."

Die Auszeichnung "Mannschaft des Jahres" zum Abschluss der gemeinsamen Karriere bedeutet den WM-Vierten 2016 und zweifachen EM-Vierten (2013, 2015) viel. "Mit so großartigen Sportlern auf einer Höhe zu sein, ist ziemlich cool. Aus jeder Anerkennung kann man was mitnehmen, das pusht einen. Für uns ist es eine große Sache", sagte Zajac. "Wir haben bis zum Schluss mitgezittert, ich habe das nicht als so fix gesehen", meinte Frank. Das Team war als Topfavorit auf den Wahlsieg gehandelt worden.

Voll hinter deren Zukunftsentscheidung steht OeSV-Sportdirektor Georg Fundak. "Die Entscheidung, die Thomas und Tanja getroffen haben, basiert auf einem vernünftigen und intelligenten Weg. Die Art und Weise, wie sie das gemeinsam erarbeitet haben und durchziehen, ist für mich vorbildlich. Damit ergeben sich zusätzliche Optionen, die wir aufgreifen und bestmöglich unterstützen werden", betonte Fundak.

Quelle: APA

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