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Für Salzburg wäre bei Krisen-Schalke "mehr möglich" gewesen

Salzburgs Aufstiegs-Ambitionen in der Europa League sind nach der 1:3-Niederlage bei Schalke 04 am Donnerstagabend bereits stark gedämpft.

Für Salzburg wäre bei Krisen-Schalke "mehr möglich" gewesen SN/APA/dpa/Wolfram Kastl
Abwinken: Salzburg-Kapitän Jonatan Soriano mit einem Andenken an die Arena Auf Schalke.

Dabei wäre gegen die "Knappen" im Krisenmodus durchaus mehr möglich gewesen. Trainer Oscar Garcia führte nicht zuletzt mangelnde Erfahrung ins Treffen und muss seine Truppe für den wichtigen Ligaschlager am Sonntag gegen Tabellenführer Sturm Graz einstellen.

Die Europa-League-Bilanz fällt für die aufstiegsverwöhnten "Bullen" derzeit mager aus. Während Krasnodar und Schalke mit je sechs Punkten davoneilen, teilen sich Salzburg und etwas überraschend auch Nizza punktlos die hinteren Ränge von Gruppe I. Offensivmann Valentino Lazaro denkt freilich nicht ans Aufgeben. "Wir haben noch vier Spiele, und die wollen wir alle gewinnen. Natürlich ist es schwierig, wenn man die ersten beiden Partien verliert. Aber wir werden nicht aufgeben", sagte der ÖFB-Teamkicker.

Dass Oscar den internationalen Auftritten eine nur untergeordnete Bedeutung beimisst, hatte er schon nach dem Heim-0:1 gegen Krasnodar kundgetan. Im Gegensatz zum Gruppenauftakt entschied sich der 43-Jährige auf Schalke aber dafür, seine nominell beste Elf aufs Feld zu schicken. Doch der Erfolg blieb aus. Oscar verzichtete dennoch auf Kritik.

"Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden", meinte der Spanier und führte die Leistung nicht zuletzt auf die Jugend mancher Akteure zurück. "Es ist nicht einfach, mit Spielern hierherzukommen, die teilweise 17, 18, 19 Jahre alt sind", befand Oscar - und fügte einen etwas kryptischen Nachsatz hinzu: "Das ist unsere Philosophie, so wollen wir weitermachen."

Dass vor 48.374 Zuschauern zumindest ein Teilerfolg durchaus in Reichweite gewesen wäre, war nicht nur zu Beginn zu sehen. Selbst nach dem 1:3 durch Jonatan Soriano (72.) konnte das in der deutschen Bundesliga noch punktlose Schalke mit ÖFB-Teamkicker Alessandro Schöpf die Verunsicherung nicht völlig ablegen. Auch Lazaro war sicher: "Man hat in der Anfangsphase gesehen, dass viel mehr möglich ist. Das 0:1 (15.) war vielleicht ein Knick, sie hatten dann mehr Spielanteile, was auch nicht geplant war. Wir können mehr, und das wollen wir ihnen auch in Salzburg zeigen."

Gerade im Offensivspiel ließ Salzburg einiges vermissen. "Wir hätten öfter versuchen sollen, vom engen Mittelfeld schneller auf die Seiten zu wechseln, damit wir über Wanderson oder mich sowie die Außenverteidiger die direkten Duelle suchen oder Überzahlspiele schaffen", konstatierte Lazaro. "So wie es auch am Ende der Fall war. Das haben wir nicht schlau gemacht, auch was die Bälle hinter die Abwehr angeht. Da waren wir zu langsam und haben viele schnelle Ballverluste nach Balleroberungen gehabt."

Dass mancher seiner Teamkollegen von der Atmosphäre in der Veltins-Arena übermäßig beeindruckt gewesen sein könnte, wollte Lazaro nicht ausschließen. "Das war für einige das erste Spiel in so einem Stadion gegen einen Gegner mit Top-Spielern, die auch die Erfahrung haben", sagte der 20-Jährige, der freilich betonte, es "geil" gefunden zu haben. "Für diese Partien wird man Fußballer."

Mangelnde Erfahrung wollte Tormannroutinier Alexander Walke aber nicht gelten lassen. "Die Jungen haben bei uns schon teilweise 40 bis 60 Spiele gespielt. Auch wenn man jung ist, da hat man dann schon eine gewisse Erfahrung", merkte der 33-Jährige lapidar an und widersprach damit auch Oscar. Denn eines sei klar: "Schalke hat bis zum Tor fast Angst gehabt."

Angst hat Oscar vor den verbleibenden vier Gruppenspielen offenbar keine. "Ich habe immer schon gesagt, dass es für uns schwer wird. Das hätte problemlos auch eine Champions-League-Gruppe sein können", sagte der Katalane. Die nächste Gelegenheit bietet sich Salzburg am 20. Oktober im Heimspiel gegen Nizza und Mario Balotelli.

Quelle: APA

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