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Gericht wies Armstrong-Klage gegen USADA ab

Ein Amtsgericht in New York City unter dem Voristz von Richter Sam Sparks hat am Montag die Klage von Lance Armstrong gegen die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) zurückgewiesen.

Gericht wies Armstrong-Klage gegen USADA ab SN/apa (archiv/epa)
Armstrong hat Möglichkeit, Klage zu überarbeiten.

Der Tour-Rekordsieger hatte die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) unter anderem wegen Zeugenbeeinflussung an der Fortführung des Verfahrens hindern wollen.

Nach nur etwas mehr als sieben Stunden Bedenkzeit folgte die für Armstrong niederschmetternde Replik von Richter Sam Sparks: "Dieses Gericht wird Armstrongs Wunsch nach Publicity, Selbstverherrlichung und Verunglimpfung der gegnerischen Partei nicht nachkommen."

Die USADA wirft dem siebenfachen Tour-de-France-Sieger Doping und Handel mit illegalen Substanzen über mehrere Jahre vor. Der Texaner bestreitet die Vorwürfe, will eine Schiedsgerichts-Verhandlung aber unbedingt vermeiden - zumal die Anti-Doping-Behörde nach eigenen Angaben zehn Ex-Teamkollegen als Belastungszeugen aufbieten kann. Zudem sei die USADA im Besitz von Armstrong-Blutproben, die Doping-Spuren zweifelsfrei aufwiesen.

Armstrong hat die Chance, die Klage innerhalb von 20 Tagen erneut einzureichen, aber nur, wenn er ausschließlich den Fall betreffende Informationen vorbringt. Medienberichten zufolge kündigten die Anwälte am Montag bereits an, erneut vor Gericht zu ziehen.

Der Schritt dürfte schnell erfolgen, da Armstrong nur noch bis Samstag Zeit hat, offiziell auf die USADA-Vorwürfe zu reagieren und ein Schiedsgericht anzurufen. Sollte er verzichten, könnte er lebenslang gesperrt werden und einige seiner Tour-Titel verlieren. Der Ex-Radprofi bezichtigt die USADA, Fahrer zu bestechen, gegen ihn auszusagen, und sprach von einem "korrupten Verfahren".

Drei frühere enge Mitarbeiter von Armstrong im US-Postal-Team sind unterdessen am Dienstag von der USADA lebenslang gesperrt worden. Es handelt sich dabei um Teamarzt Luis Garcia del Moral, den Mediziner Michele Ferrari sowie Betreuer Jose "Pepe" Marti. Ihnen wird der Besitz, der Handel und die Verteilung von Dopingsupstanzen wie EPO, Steroiden, Wachstumshormonen sowie von Verschleierungsmitteln zwischen 1999 und 2007 zur Last gelegt.

Der 2011 vom Radsport zurückgetretene Armstrong hatte die Einnahmen unerlaubter Mittel stets bestritten. Er beharrt auf seinem Standpunkt, dass er in seiner Karriere mehr als 500 Doping-Proben abgegeben habe und nie auffällig geworden sei.

Quelle: Apa/Dpa

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