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Gerichtsverfahren um WM-Affäre 2006 beginnt am 9. März

Das Hauptverfahren vor dem Schweizer Bundesstrafgericht in der WM-Affäre 2006 gegen die früheren DFB-Funktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt sowie Ex-FIFA-Generalsekretär Urs Linsi beginnt am 9. März. Geplant sind in Bellinzona zunächst zwölf Verhandlungstage. Dem Quartett wird ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen.

Schmidt, Zwanziger, Beckenbauer und Niersbach, 2005 noch gut gelaunt SN/APA (dpa/Archiv)/DB Kunz
Schmidt, Zwanziger, Beckenbauer und Niersbach, 2005 noch gut gelaunt

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte Ex-DFB-Präsident Zwanziger, dem früheren DFB-Generalsekretär Schmidt und Linsi ursprünglich Betrug in Mittäterschaft vorgeworfen. Niersbach wurde die Gehilfenschaft zu Betrug angelastet. Diese Anklagepunkte wurden auf Einladung des Gerichts, das trotz des vorhandenen Termindrucks ein erstes Zeitfenster für die Verhandlung im Jänner verstreichen ließ, nun von der Bundesanwaltschaft abgeschwächt. Die Beschuldigten haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Als Zeugen sind der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer, Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter und Günter Netzer geladen. Bis zum 27. April muss ein erstinstanzliches Urteil gefällt werden, weil sonst die Verjährung eintritt. In dem Verfahren geht es um die weiterhin nicht geklärten Zahlungen von umgerechnet 6,7 Millionen Euro aus den Jahren 2002 und 2005.

Beckenbauer hatte 2002 vom Unternehmer Robert Louis-Dreyfus einen Kredit in dieser Höhe erhalten. Das Geld floss im Anschluss auf Konten des damaligen FIFA-Funktionärs Mohammed Bin Hammam, der in dem Verfahren weder als Beschuldigter noch als Zeuge auftaucht. Die Rückzahlung an Louis-Dreyfus drei Jahre später wurde von einem DFB-Konto über die FIFA abgewickelt.

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