Sport

Golf-Masters: Alles wegen einer grünen Jacke

Ab Donnerstag spielt die Golf-Elite beim Masters wieder um die berühmteste Trophäe im Sport: ein grünes Sakko, das der Sieger zudem nicht einmal behalten darf.

Es ist das berühmteste Golfturnier und eines der bedeutendsten Sport-Ereignisse auf der Welt: Das US Masters. Wir erklären das Turnier, das ab Donnerstag (ohne Österreicher) gespielt wird.

Wo wird gespielt? Der Platz in Augusta (Georgia, USA) präsentiert sich Anfang April als echtes Blumenmeer - wenig überraschend, denn seit 1857 war diese Anlage eine Planzenfarm, die erst 1933 zu einem Golfplatz umgebaut wurde. Es ist der Privatplatz des Augusta National GC, eines der elitärsten Privatclubs der Welt. Jede Spielbahn ist nach einer Pflanze benannt.

Fünf kämpfen um die Nummer eins der Welt. So ausgeglichen wie heuer war es noch nie: Mit einem Sieg beim Masters könnten sich gleich fünf Spieler am kommenden Montag zur neuen Nummer 1 der Golf-Weltrangliste machen, nämlich Justin Rose (aktuelle Nummer 1), Dustin Johnson, der bis vorige Woche in Führung gelegen ist, der große Masters-Favorit Rory McIlroy, der heuer stark begonnen hat, sowie Brooks Koepka und Justin Thomas.

Wer darf überhaupt spielen?
Eigentlich ist das bedeutendste Golf-turnier der Welt immer noch ein Einladungsturnier. Lebenslängliches Spielrecht hat jeder einstige Masters-Sieger, weswegen etwa Bernhard Langer im Alter von 61 Jahren an diesem Donnerstag zum 36. Mal in Augusta dabei ist. Mit dabei sind auch die aktuellen Sieger der drei weiteren Majors (British Open, US Open, Players Championships). Dazu können sich 100 Spieler über die Ranglisten qualifizieren: Die top 50 der letztjährigen Weltrangliste und die Top 50 der Weltrangliste mit Stand voriger Woche. Dazu kommen fünf Amateur-Sieger von ausgewählten Turnieren, die ein besonderes Privileg besitzen: Sie dürfen während der Turnierwoche im Clubhaus wohnen.

Der König des Masters ist eindeutig Jack Nicklaus. Der US-Amerikaner hat sechs Masters gewonnen, ist der älteste Sieger (er war 46 Jahre, als er hier 1984 gewonnen hat), hat die meisten Top-10-Plätze (22) und die meisten Masters-Cuts geschafft (36). Jüngster Sieger war Tiger Woods, der 1997 mit 21 Jahren triumphiert hat. Den tiefsten Score auf dem Platz teilen sich Woods und Jordan Spieth (USA) mit je 18 unter.

Das grüne Jackett: Der prestigeträchtigste Preis im Sport ist nicht käuflich: Der Sieger des Masters bekommt die Jacke von dem letztjährigen Sieger weitergereicht. Nur der amtierende Sieger darf beim Champions Dinner die grüne Jack tragen. Apropos Champions Dinner: Das steigt Dienstag zuvor und da darf der letztjährige Sieger die Speisenfolge wählen. Der Schotte Sandy Lyle schockte die Kollegen mit schottischem Haggis (Innereien im Schafmagen), Tiger Woods setzte 1998 Milkshakes, Cheeseburger und Chicken Wings auf die Karte. Im Vorjahr ließ Sergio Garcia (ESP) Reis mit leckerem Hummer auftischen.

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