Mixed

Hamilton fixierte in Austin 50. Grand-Prix-Sieg vor Rosberg

Lewis Hamilton hat erstmals seit dem 31. Juli in Hockenheim wieder ein Formel-1-Rennen gewonnen.

Der Brite holte am Sonntag beim Großen Preis der USA nahe Austin nach einer souveränen Vorstellung seinen 50. Grand-Prix-Sieg. Er gewann vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg und Daniel Ricciardo im Red Bull. In der WM-Wertung reduzierte Hamilton den Rückstand auf Rosberg auf 26 Zähler.

Max Verstappen im zweiten Red Bull schied mit einem Motorproblem aus. Kimi Räikkönen fuhr seinen Ferrari nach einem offenbar verpatzten Reifenwechsel aus Sicherheitsgründen im Retourgang zurück an die Box. Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz jr. belegte hinter Sebastian Vettel (Ferrari) und Fernando Alonso (McLaren) Platz sechs. Daniil Kwjat wurde einbezüglich einer Zehn-Sekunden-Strafe Zwölfter. Der Russe, der auch in der kommenden Saison für Toro Rosso fahren wird, war für die Verursachung eines Unfalls in der ersten Runde bestraft worden.

"Das war immer ein guter Jagdgebiet für mich. Das Team hat einen hervorragenden Job an diesem Wochenende gemacht", sagte Hamilton nach seinem ersten Sieg seit der Sommerpause, es war sein vierter in Austin. "Am Start habe ich leider einen Platz verloren. Ich bin nicht vorbeigekommen an Lewis", meinte Rosberg.

Nach dem 18. von 21 WM-Läufen in dieser Saison steht der Deutsche nun bei 331 Punkten, bei Hamilton sind es 305. "Es wird spannend, geht bis zum Ende. Das ist genau was die Formel 1 jetzt braucht, diesen Zweikampf", sagte Toto Wolff im ORF-Interview. Der nächste Grand Prix findet bereits am Sonntag in einer Woche in Mexiko-Stadt statt. Kommt Hamilton dort bei einem Sieg Rosbergs nicht über Platz zehn hinaus, ist ihm sein erster Titel nicht mehr zu nehmen.

Rosberg verlor beim Start Position zwei gegen Ricciardo, dahinter schob sich Räikkönen an Verstappen vorbei. Der 19-Jährige holte sich Platz vier später mit einem Überholmanöver gegen den Finnen aber wieder zurück und nahm Rosberg somit ins Sandwich zwischen den Roten Bullen. An der Spitze fuhr Hamilton ein einsames Rennen.

Konfusion herrschte zwischen Verstappen und seiner Kommandozentrale kurz vor Halbzeit des Rennens. Als der Niederländer auf die Red-Bull-Box zusteuerte, waren seine Mechaniker nicht bereit für einen Stopp. Mehr als 30 Sekunden vergingen, bis die Crew Schlagschrauber und Co. ausgepackt hatte und sich an die Arbeit machen konnte. Kurz darauf parkte seinen Wagen im Kiesbett. Später nahm Verstappen das Kommunikationsproblem später auf seine Kappe. "Der Boxenstopp - das war meine Schuld", sagte er.

Unmittelbar nach diesem Vorfall schaltete die Rennleitung das Virtuelle Safety Car ein, um den Red Bull per Kran abtransportieren zu können - das Wegschieben war offenbar nicht möglich. Hamilton und Rosberg nutzten das für eine Fahrt an die Boxen. Ricciardo hatte etwas zuvor ein zweites Mal die Reifen gewechselt und war als Dritter der Verlierer dieser Phase. Er beklagte sich, dass die Mercedes so zu einem "Gratis-Stopp" kamen. Der Australier versuchte am Ende alles, um Rosberg entscheidend näher zu kommen - es blieb beim Versuch.

Quelle: APA

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