Mixed

Ire Martin gewann Tour-Etappe auf der Mur-de-Bretagne

Der Ire Daniel Martin hat den Favoriten im Kampf um die Gesamtwertung am Donnerstag auf der sechsten Etappe der Tour de France die Show gestohlen. Der 31-Jährige triumphierte mit einem starken Finish auf der Mur-de-Bretagne. Dort war er 2015 bereits Etappenzweiter gewesen. Der Belgier Greg van Avermaet behauptete das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Daniel Martin jubelt über seinen zweiten Etappensieg nach 2013 SN/APA (AFP)/JEFF PACHOUD
Daniel Martin jubelt über seinen zweiten Etappensieg nach 2013

Die Mauer in der Bretagne markierte die erste kleine Bergankunft der 105. Frankreich-Rundfahrt. Gegenwind machte das Finale besonders schwer. Martin riskierte auf der rund zwei Kilometer langen und durchschnittlich 6,9 Prozent steilen Schlussrampe dennoch früh - und wurde belohnt. Der Profi vom UAE Team Emirates rettete bei seinem zweiten Tour-Etappensieg nach 2013 eine Sekunde Vorsprung auf den Franzosen Pierre Latour ins Ziel.

Die vom spanischen Altmeister Alejandro Valverde und vom Franzosen Julian Alaphilippe angeführten Verfolger um Van Avermaet kamen mit drei Sekunden Rückstand ins Ziel. Van Avermaet führt in der Gesamtwertung wegen Zeitbonifikationen nur noch drei Sekunden vor dem Briten Geraint Thomas. Dessen Sky-Teamkollege und Titelverteidiger Chris Froome hielt sich auch im schwierigen Finish gut, verlor lediglich acht Sekunden.

Einer seiner vielleicht größten Herausforderer im Kampf um den Gesamtsieg war einer der Verlierer des Tages: Der Niederländer Tom Dumoulin, der Sieger des Giro d'Italia von 2017, hatte 5,6 km vor dem Ziel eine Reifenpanne und büßte 53 Sekunden auf die Spitze ein. Auch drei Sunweb-Helfer brachten den Zeitfahr-Weltmeister nicht mehr ans Spitzenfeld heran. Lokalmatador Romain Bardet musste auf der "Mur" abreißen lassen und lag 31 Sekunden zurück.

An der Spitze profitierte Martin davon, dass die anderen Favoriten wegen des Windes mit ihren Attacken zu lange zögerten. "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen", sagte der Ire. "Ich war nervös, weil der Wind von vorne gekommen ist. Ich habe gewartet, wann im Finale endlich eröffnet wird. Vielleicht war das Timing genau richtig." Auch Van Avermaet war zufrieden: "Für mich ist alles perfekt gelaufen."

Der Schlussanstieg, auf dem 2011 der spätere Tour-Sieger Cadel Evans und 2015 Außenseiter Alexis Vuillermoz vor Martin gewonnen hatte, war zweimal zu bewältigen. Dazwischen lagen 16 Kilometer. Bis zum heißen Finale in der Bretagne, der Heimat des bisher letzten französischen Tour-Siegers Bernard Hinault, war die Etappe von fünf Ausreißern geprägt, die wie an den Tagen davor aber nicht durchkamen.

Aus dem österreichischen Trio hielt Michael Gogl am längsten mit. Der Trek-Profi aus Oberösterreich hatte als 52. im Ziel 1:16 Minuten Rückstand auf den Tagessieger. Die Bora-Helfer Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger verloren über fünf Minuten. Ihr Mann für die Gesamtwertung, der Pole Rafal Majka, gab sich als Etappenfünfter keine Blöße. Weltmeister Peter Sagan, bereits zweimal Etappensieger, wurde Achter.

Quelle: APA

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