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Japan: Olympia-Vizepräsident infiziert − Fackellauf wird eingeschränkt

Der Vizepräsident des Olympischen Komitees von Japan und Präsident des japanischen Fußball-Verbandes, Kozo Tashima, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Kozo Tashima ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.  SN/APA/AFP/TOSHIFUMI KITAMURA
Kozo Tashima ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Vizepräsident des Olympischen Komitees von Japan und Präsident des japanischen Fußball-Verbandes (JFA), Kozo Tashima, ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Heute wurde ich positiv auf das neue Coronavirus getestet", teilte der 62-Jährige in einem JFA-Statement mit. Tashima gab an, sich zwischen dem 28. Februar und dem 8. März auf Geschäftsreise befunden zu haben. Zuerst nahm Tashima, der auch Mitglied des 37 Mitglieder umfassenden FIFA-Exekutivkomitees ist, am jährlichen Meeting der Fußball-Regelhüter (IFAB) in Belfast teil, anschließend besuchte er ein UEFA-Meeting in Amsterdam, ehe er zu einem Spiel des japanischen Frauennationalteams in die USA reiste.

"Es wurde umarmt"

"In Amsterdam und Europa waren im März noch nicht alle so stark auf das neue Virus sensibilisiert. Es wurde umarmt, Hände und Küsschen auf die Wange gegeben", betonte Tashima, der auch den wichtigsten Gremien für die Olympischen Sommerspiele 2020, die von 24. Juli bis 9. August in Tokio und Japan stattfinden sollen, angehört.

Der Olympische Fackellauf durch Japan soll wegen in kleinerem Rahmen abgehalten werden. Das gab das Organisationskomitee der Sommerspiele 2020 am Dienstag bekannt. Der Fackellauf solle am 26. März in der Präfektur Fukushima ohne Zuschauer beginnen, "um eine Ausbreitung der Infektion zu vermeiden". Ursprünglich sollte der Auftakt groß gefeiert werden.

Empfangszeremonien ohne Publikum

Die Strecke des Fackellaufs durch alle 47 Präfekturen Japans bleibt nach Angaben des Komitees unverändert. Allerdings werden die Empfangszeremonien in den einzelnen Orten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Abschiedsfeierlichkeiten werden ganz gestrichen.

Entlang der Strecke sind Zuschauer zugelassen. Wer sich krank fühle, solle aber zuhause bleiben, appellierten die Organisatoren an die Fans. Bei den Fackelläufern selbst wird Fieber gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur hat, wird vom Lauf ausgeschlossen.

IOC berät sich telefonisch

Die Zweifel, ob die Olympischen Sommerspiele in Japan in diesem Jahr wie geplant ab dem 24. Juli stattfinden können, sind in den vergangenen Wochen gewachsen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) berät seit (heute) Dienstag per Telefonkonferenz über die aktuelle Lage. Mit einer endgültigen Entscheidung über eine mögliche Verschiebung oder Absage der Olympischen Sommerspiele (24. Juli bis 9. August) wurde im Vorfeld der Beratungen aber nicht gerechnet.

Quelle: Apa/Sda

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