Mixed

Kamerun nach 2:1-Finalsieg zum fünften Mal Afrika-Cup-Sieger

Kameruns Fußball-Nationalmannschaft hat zum fünften Mal den Afrika-Cup gewonnen. Die "unbezähmbaren Löwen" setzten sich am Sonntag im Finale in Libreville gegen Rekordchampion Ägypten hauchdünn 2:1 (0:1) durch. Zum Matchwinner avancierte Vincent Aboubakar erst in der 88. Minute. Zuvor hatte Nicolas N'Koulou (59.) die Führung der Ägypter durch Mohamed Elneny (22.) ausgeglichen.

Die Freude bei den Spielern ist grenzenlos.  SN/APA (AFP)/STEVE JORDAN
Die Freude bei den Spielern ist grenzenlos.

Die Ägypter waren im Stade de l'Amitie Sino vor dem Seitenwechsel das bessere und vor allem auch gefährlichere Team. Die Belohnung folgte in der 22. Minute, Arsenals nach einer Wadenverletzung rechtzeitig fitgewordener Elneny traf nach Salah-Zuspiel aus spitzem Winkel ins Netz. Nach der Pause schalteten die "Pharaonen" aber einen Gang zurück, verwalteten eigentlich nur noch das Resultat, was sich am Ende noch rächen sollte.

Nach einem Eckball brachten die Ägypter den Ball nicht weg und der nach einer halben Stunde eingewechselte N'Koulou war nach Moukandjo-Flanke per Kopf erfolgreich (59.). Kamerun war dadurch im Aufwind und fixierte noch vor einer sich anbahnenden Verlängerung den Triumph. Nach einem langen Ball auf Aboubakar ließ der Stürmer den Ball am Sechzehner aufspringen, nahm ihn mit links mit und traf genau ins Eck (88.).

Der 44-jährige Goalie Essam El Hadary, im Halbfinale noch gegen Burkina Faso Retter im Elfmeterschießen, war machtlos. Kameruns fünfter Erfolg nach 1984, 1988, 2000 und 2002 war perfekt. Und das ohne zahlreiche Stars wie Liverpools Joel Matip oder Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting, die für das Turnier abgesagt hatten.

Nur noch zwei Erfolge fehlen nun auf die Ägypter, die den letzten ihrer sieben Titel 2010 gewannen. Im dritten Endspiel gegen Kamerun gingen sie erstmals nicht als Sieger vom Feld. 1986 in Kairo war die Entscheidung im Elfmeterschießen gefallen, 2008 in Accra beim 1:0 dank eines späten Tores von Mohamed Aboutrika.

Besonders bitter war die Niederlage auch für den seit März 2015 werkenden Teamchef Hector Cuper, dessen Finalfluch eine Fortsetzung fand. Nach dem Cup der Cupsieger 1999 mit Real Mallorca sowie der Champions League 2000 und 2001 mit Valencia blieb ihm auch in seinem vierten großen Finale ein Erfolg verwehrt.

Quelle: APA

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