Mixed

Karate-WM stößt an Kapazitätsgrenzen

Die Karate-Weltmeisterschaften in Linz platzen aus allen Nähten. Vor der für Dienstag (18.30 Uhr) angesetzten Eröffnung nahm der Zustrom an teilnehmenden Sportlern auch am Montag vorerst kein Ende, OK-Chef Ewald Roth rechnet sogar noch für Dienstag mit unangemeldeten Neuankömmlingen. 30 Prozent mehr an Athleten als bei der Bremen-WM 2014 seien zu erwarten, das sei ein Plus von 300 Aktiven.

Karate-WM stößt an Kapazitätsgrenzen SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Alisa Buchinger, Bettina Plank und Ewald Roth freuen sich auf die WM.

Das bringt die Organisatoren an die Kapazitätsgrenzen und teilweise auch darüber hinaus. "Sicher hängt der große Zuspruch auch mit dem neuen Olympia-Status von Karate zusammen", erklärte Roth der APA - Austria Presse Agentur. "Aber die meisten sagen uns, dass sie wegen unserer Arbeit kommen. Wir haben die WM doch insgesamt fünf Jahre lang angekündigt. Wir sind total überwältigt."

Es gab zwar einen offiziellen Nennschluss, der gelte für die Entwicklungsstaaten im Karate aber nicht, da die auch oft in punkto elektronischer Anmeldung noch dazuzulernen haben. Zudem möchte der Weltverband (WKF) den Schub von Olympia wo nur möglich ausnutzen. Für Roth und Co. bringt das aber Probleme mit sich. "Es sind mehr Kosten, mehr Sicherheitspersonal und Transport-Shuttles notwendig", berichtete der Generalsekretär von Österreichs Verband (ÖKB).

Auswirkungen gibt es auch auf das unmittelbar Sportliche, musste doch nun eine fünfte Kampffläche eingerichtet werden. Der Zeitplan wäre sonst nicht einzuhalten gewesen, alleine in der Kumite-Klasse der Vorarlbergerin Bettina Plank bis 50 kg gebe es laut Roth 20 Karateka mehr als sonst. "Eine WM ist normal mit vier Kampfflächen limitiert", sagte der Funktionär. "Die gesamte Technik und das Video war darauf ausgerichtet."

Für Dienstag ab 9.00 Uhr ist der WKF-Kongress angesetzt, in dem u.a. die Wahl des Präsidenten stattfinden wird. Der derzeit amtierende Präsident Antonio Espinos ist der einzige Kandidat, seine Wiederwahl gilt als sicher. Außerdem könnte auch der Qualifikationsmodus für die Spiele 2020 in Tokio thematisiert werden, je Geschlecht wird in knapp vier Jahren in der japanischen Hauptstadt nur in drei statt sonst in fünf Klassen um Medaillen gekämpft werden.

Bei der von Roth moderierten Eröffnung werden Athleten von an die 130 Nationen einmarschieren, für die es bis Sonntag in insgesamt 16 Bewerben um Medaillen geht. Die Hoffnungen auf Podestplätze im österreichischen Team tragen in Kumite vor allem die vorjährigen Europameisterinnen Plank und Alisa Buchinger (-68 kg), Thomas Kaserer (67) und Stefan Pokorny (75) bzw. das Kata-Team der Damen mit Patricia Bahledova, Joan Marie Stadler und Kristin Wieninger. Die Wettkämpfe beginnen am Mittwoch, die Entscheidungen um die Medaillen sind für das Wochenende angesetzt.

Quelle: APA

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