Sport

Kiesenhofer und Kriechmayr sind Sportler des Jahres

Österreichs Sportler des Jahres 2021 heißen Rad-Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer und Ski-Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr. Bei der Gala gingen am Donnerstag außerdem zwei Auszeichnungen nach Salzburg.

Anna Kiesenhofer und Vincent Kriechmayr mit den „Niki“-Trophäen.  SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Anna Kiesenhofer und Vincent Kriechmayr mit den „Niki“-Trophäen.

Die bis dahin selbst in Radsportkreisen kaum bekannte niederösterreichische Mathematikerin Anna Kiesenhofer hat mit ihrem Solosieg im Straßenrennen von Olympia 2020 in Tokio die Topsensation schlechthin geliefert. Platz zwei in der Kür ging an Biathlon-Weltmeisterin Lisa Hauser, Dritte wurde Skiweltmeisterin Katharina Liensberger. "Für mich kommt es auf den Geist der Sportart an. Wir versuchen alle unser Bestes", sagte die Überraschungs-Olympiasiegerin auf der Bühne im Kreis einiger von Rekordsiegerin Annemarie Moser-Pröll angeführter, prominenter Vorgängerinnen. Der Moment sei surrealer als ihr Olympiasieg, meinte die Niederösterreicherin. "Ich kannte die Wahl der Sportler des Jahres bisher nur vom Hörensagen. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich gewinne."

Der 30-jährige Oberösterreicher Kriechmayr holte sich in Cortina d'Ampezzo die Weltmeistertitel in Abfahrt und Super G. Lukas Weißhaidinger (Diskus-Olympiadritter in Tokio) wurde Zweiter vor Kletterweltmeister Jakob Schubert, ebenfalls Bronze-Gewinner von Tokio. Beide Preisträger haben sich die Auszeichnung als Sportler des Jahres erstmals geholt. Sie folgen Ivona Dadic (Leichtathletik) und Dominic Thiem (Tennis), die 2020 gewonnen haben. "Es ist eine große Ehre, das gewinnen zu dürfen. Österreich ist nicht das größte Land. Aber wir haben unglaubliche Sportler", sagte Kriechmayr, der Hermann Maier als sein Vorbild bezeichnete. "Jetzt schaue ich, dass ich mich auf das erste Weltcuprennen vorbereite, das ist ja in einer Woche", ergänzte der Oberösterreicher mit Blick auf Sölden.

Carina Edlinger nahm ihren Preis aus den Händen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen entgegen.  SN/GEPA pictures
Carina Edlinger nahm ihren Preis aus den Händen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen entgegen.

Carina Edlinger und Red Bull Salzburg als Seriengewinner

Die blinde Langläuferin Carina Edlinger in der Kategorie "Behindertensportlerin des Jahres" und Red Bull Salzburg als Mannschaft des Jahres erhielten die ersten beiden Auszeichnungen bei der großen Gala in Wien.

Die 23-jährige Fuschlerin Edlinger, wie immer mit Partnerhund Riley unterwegs, hat im vorigen Winter den Gesamtweltcup zum vierten Mal gewonnen. Den Preis als Sportlerin des Jahres hat sie bereits 2019 geholt.

Red Bull Salzburg verdiente sich die Auszeichnung - die vierte in Folge in dieser Kategorie - mit dem achten Meistertitel in Folge, dem Cupsieg und starken Auftritten auf der internationalen Bühne. Weitere Kandidaten in der Finalauswahl waren die ÖSV-Skisprungdamen (Daniela Iraschko-Stolz, Sophie Sorschag, Chiara Kreuzer (Hölzl) und Marita Kramer) und die nordischen Kombinierer Johannes Lamparter und Lukas Greiderer.

Der Handbike-Paralympics-Sieger Walter Ablinger aus Oberösterreich ist Behindertensportler des Jahres.

Sarah-Maria Baumegger (Schwimmen) und Alexander Flechl (Golf) erhielten die Auszeichnungen als Special-Olympics-Sportler des Jahres.

Als Trainerpersönlichkeit des Jahres geehrt wurde Gregor Högler, der Trainer des Diskus-Olympiadritten Lukas Weißhaidinger.

Aufsteiger des Jahres ist der nordische Kombinierer Johannes Lamparter. Für den "Goldenen Moment" aus den vergangenen 50 Jahren hat Skilegende Hermann Maier gesorgt, der 1998 bei Olympia in Nagano nach einem kapitalen Sturz zwei Mal Gold holte.

Die Wahl wird von Sports Media Austria, der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, durchgeführt. Die Ergebnisse im Detail gibt es hier nachzulesen.

Zlatko Junuzovic (Red Bull Salzburg) mit Laudator Andi Goldberger.   SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Zlatko Junuzovic (Red Bull Salzburg) mit Laudator Andi Goldberger.
„Goldener Moment“: Allzeitgröße Hermann Maier.   SN/APA/HERBERT NEUBAUER
„Goldener Moment“: Allzeitgröße Hermann Maier.
Aufsteiger des Jahres ist Kombinierer Johannes Lamparter, im Bild mit Alpin-Legende Aksel Lund Svindal.   SN/GEPA pictures
Aufsteiger des Jahres ist Kombinierer Johannes Lamparter, im Bild mit Alpin-Legende Aksel Lund Svindal.

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