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Kreundl um drei Zehntel an Schwimm-WM-Semifinale vorbei

Ein Damen-Trio hat am Mittwoch für die bisher besten österreichischen Platzierungen bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften der Schwimmer in Hangzhou gesorgt. Claudia Hufnagl über 200 m Delfin und Marlene Kahler über 800 m Kraul wurden jeweils 14., Lena Kreundl kam als 19. über 100 m Kraul vom OSV-Team an den ersten beiden Wettkampftagen dem Aufstieg am nächsten. 28/100 fehlten auf das Semifinale.

Nächster WM-Titel für Katinka Hosszu SN/APA (AFP)/STR
Nächster WM-Titel für Katinka Hosszu

Mit persönlichen Bestzeiten hat es jedoch bei allen fünf im Einsatz gewesenen Österreichern nicht geklappt. Kreundl verfehlte ihre Topmarke aus 2014 um 17/100. "Ich habe offenbar wieder zu meiner alten Freistil-Form zurückgefunden", äußerte sie sich aber nach Umstellung der Kraultechnik zufrieden. Über 100 m Lagen am Donnerstag ist der 21-Jährigen wie Bernhard Reitshammer als jeweils Nummer zwölf der Nennliste das Semifinale durchaus zuzutrauen.

Für Hufnagl und Kahler war bei ihren bisher besten WM-Platzierungen die nicht erwartete Qualifikation für das Finale der Top acht in 2:10,71 bzw. 8:31,49 Min. nur je sechs Ränge, aber doch 4,22 bzw. 11,56 Sek. entfernt. "Ich weiß, dass ich viel schneller schwimmen kann", meinte Hufnagl auch mit sich etwas unzufrieden. Für sie geht es am Samstag über 200 m Lagen weiter. Die mit einer Kehlkopf-Entzündung angereiste Kahler hat vor den 400 m Kraul einen Ruhetag.

Von den rot-weiß-roten Herren hatte Sascha Subarsky seinen einzigen Auftritt bei den China-Titelkämpfen. Über 100 m Delfin kam der 22-Jährige in 52,53 Sek. auf Rang 34. Kraulspezialist Alexander Trampitsch erreichte nach Platz 26. über 400 m über 200 m in 1:46,25 Min. Rang 27. Rund sieben bzw. drei Zehntel fehlten auf die jeweilige persönliche Bestzeit.

Am Donnerstag (ab 2.30 Uhr MEZ) folgen aus OSV-Sicht neben Kreundl und Reitshammer vier weitere Einzel-Antreten und über 4 x 50 m Lagen Mixed der erste von vier Staffel-Einsätzen. Nominiert wurden Caroline Pilhatsch, Christopher Rothbauer, Subarsky und Cornelia Pammer. Rothbauer ist nach einer Angina-Erkrankung also wieder gesund, muss aber auf die ebenso für Donnerstag angesetzten 200 m Brust verzichten. Da wäre er laut Nennliste die Nr. 13 gewesen.

Lena Grabowski schwimmt am Donnerstag über 200 m Rücken, Pilhatsch solo über 50 m Delfin. Heiko Gigler hat mit 100 m Lagen und 50 m Kraul zwei Strecken auf dem Programm. Der Kärntner fühlt sich gerüstet: "Früher habe ich mich gequält mit den Tauchphasen. Mittlerweile gehören Tauchphasen und Wenden zu meinen Stärken." Über 100 m Lagen rechnet sich der 22-Jährige Semifinalchancen aus, über 50 m Kraul hat er den OSV-Rekord aus 2009 im Visier.

Unterdessen hat Ungarns Schwimmstar Katinka Hosszu in Hangzhou ihre Gold-Ausbeute erhöht. Die 29-Jährige gewann am Mittwoch über die 200 Meter Delfin vor der US-Amerikanerin Kelsi Dahlia. Am Vortag hatte Hosszu bereits über die 400 m Lagen triumphiert.

Die ungarische Ausnahme-Sportlerin hält nun in Summe bei 15 WM-Goldmedaillen auf der Kurzbahn. Ein Rekord, den sie sich zuvor mit dem Amerikaner Ryan Lochte (14) geteilt hat. Nummer 16 verpasste Hosszu im Anschluss über die 100 m Rücken, wo sie sich nur der Amerikanerin Olivia Smoliga geschlagen geben musste.

Für ein Highlight am Mittwoch sorgte die US-amerikanische Lagenstaffel der Frauen über 4 x 50 Meter. Smoliga, Katie Meili, Dahlia und Mallory Comerford schwammen in 1:42,38 Minuten Weltrekordzeit. Das Quartett war um 89 Hundertstelsekunden schneller als ein anderes US-Team vor zwei Jahren.

Im Mixed-Wettkampf über die 4 x 50 m Kraul drückten die USA mit Caeleb Dressel, Ryan Held, Comerford und Dahlia die vor einem Jahr erzielte Weltbestleistung der Niederlande um eine halbe Sekunde auf 1:27,89 Minuten. Somit sind nach zwei Tagen in Hangzhou bereits vier Weltrekorde gefallen.

Quelle: APA

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