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KTM bringt neue Farbe in die MotoGP: RC16 enthüllt

Der österreichische Motorrad-Hersteller KTM hat am Samstag im Rahmen des Motorrad-Grand Prix von Österreich in Spielberg das Motorrad präsentiert, mit dem man 2017 erstmals an der MotoGP teilnehmen wird. "Das ist ein super spezieller, emotionaler Moment", sagte Stefan Pierer, Chef der KTM-Gruppe, als die RC16 enthüllt wurde.

KTM bringt neue Farbe in die MotoGP: RC16 enthüllt SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Die RC16 soll um den WM-Titel mitfahren.

Dieses Motorrad ist wie alle KTM-Motorräder orange, womit die Österreicher eine neue Farbe nun auch in die "Königsklasse" der Zweirad-WM bringen. Zwar wird KTM 2017 auch ein Moto2-Team haben, um den Lückenschluss vom Rookies Cup über die Moto3 und Moto2 bis zur MotoGP zu vollenden, aber in der zweithöchsten Kategorie keinen Motor stellen.

Dafür ist die RC16 durchgehend ein Produkt, das in der neuen hypermodernen und 10.000 Quadratmeter großen Rennfabrik in Munderfing betreut wird. Teamchef wird Mike Leitner, der in der WM jahrelang Daniel Pedrosa betreut hat. Leitner ist Vizepräsident der Straßen-Aktivitäten.

Mit Pol Aspargaro und Bradley Smith stehen die KTM-WM-Piloten fest, erstmals in einem Rennen zu sehen sein wird die RC16 aber schon diesen November in Valencia. Dort wird Testfahrer Mika Kallio mit der Nummer 26 am Bike einen Wild-Card-Auftritt hinlegen, man träumt sofort von WM-Punkten.

Das im Offroad-Bereich äußerst erfolgreiche Unternehmen KTM ist vor 15 Jahren auch auf die Straße gegangen und mittlerweile mit 200.000 verkauften Motorrädern auch dort Nummer eins in Europa. "Wir wollen 300.000 und Nummer drei der Welt werden", erklärte Pierer bei der von Hunderten Journalisten und viel Prominenz - von Schauspieler Tobias Moretti über Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber bis Motorrad-Legende Heinz Kinigadner - verfolgten Präsentation im dritten Stock des Pressezentrums am Red Bull Ring, die von KTM-Testfahrer Alex Hofmann moderiert wurde.

Noch höher sind die Ziele in der MotoGP. Dort haben sich Pierer und Co nichts weniger als den WM-Titel zum Sieg gesetzt. "Als Nummer eins Europas ist es eine Verpflichtung, so einen großen Schritt zu tun", erklärte Pierer an der Rennstrecke, warum man das alleine im Rennbetrieb gut 15 Millionen Euro teure Abenteuer wagt.

"Als globaler Motorrad-Hersteller war es einfach an der Zeit, auch in die Königsklasse zu gehen. Rennen zu fahren und zu gewinnen ist das, was uns alle antreibt", sagte Pierer weiters. "Wettbewerb hält dich am Leben. Es ist unser Traum, Weltmeister in der MotoGP zu werden. Und wir sind nicht sehr berühmt dafür aufzugeben."

Zumindest 270 PS soll das V4-Kraftpaket aus Munderfing haben. Bei KTM stand man immer schon für die stärksten Motoren der Welt, beim MotoGP-Bike geht man hinsichtlich vieler Dinge wie etwa dem Stahlrohrrahmen eigene Wege. Motorsport-Direktor Pit Beirer ergänzte: "Es war immer unser letzter Traum, Teil der MotoGP zu sein. Einmal hat es nicht funktioniert, aber jetzt sind wir bereit."

Schon nächste Woche wird die RC16 in Misano neuerlich Testfahrten absolvieren, denn das Motorrad wird ständig weiterentwickelt. "Wir sind aber nicht dramatisch zurück", gab sich Leitner angesichts des Juli-Vergleichs bei den Tests in Spielberg zuversichtlich. "Wir sind im Plan und können ohne große Panik nach Valencia gehen."

Den ersten Renneinsatz mit zwei KTM-Piloten und Motorrädern gibt es aber erst beim WM-Start 2017. Der wird auch im nächsten Jahr mit dem Flutlichtrennen in Katar erfolgen.

Quelle: APA

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