Motorsport

KTM richtet im Kampf um Dakar-Sieg alles auf Walkner aus

Matthias Walkner hat das Ziel der aufgrund der Wetterkapriolen neutralisiert geführten und nicht gewerteten zwölften Etappe der Rallye Dakar in San Juan nach mehr als 600 Kilometern am Donnerstag wohlbehalten erreicht. Am Freitag und Samstag stehen die letzten Teilstücke auf dem Programm, der Salzburger ist drauf und dran als erster österreichischer Motorrad-Pilot bei der Dakar zu triumphieren.

"Matthias hat unglaublich gute Arbeit geleistet hier, er hat das echt super gemacht. Natürlich sind wir in einer guten Position. Das Motorrad ist in gutem Zustand. Matthias ist körperlich in einer guten Verfassung, speziell in der zweiten Woche der Dakar hat er sich besser und stärker gefühlt", resümierte Team-Manager Alex Doringer. Exakt 32 Minuten liegt der 31-Jährige vor dem argentinischen Honda-Fahrer Kevin Benavides voran, den es in Schach zu halten gilt.

Vom Dritten Toby Price (+39:17) geht keine Gefahr mehr aus. Das Red Bull KTM Rally Factory Racing Team, dem auch Price angehört, wird nämlich im Dakar-Finish "alles auf Walkner ausrichten", wie Doringer betonte. "Wir müssen jetzt versuchen, dass wir seine Team-Kollegen Toby Price und Antoine Meo möglichst gut an Matthias heranbringen, um die Führung abzusichern", verlautete Doringer. Zu früh freuen will sich im KTM-Lager keiner. "Wir wissen, dass sich bei der Dakar jederzeit schlagartig alles ändern kann, bleiben also wachsam", sagte Doringer.

1.188 Kilometer hat Walkner bei der 40. Auflage der Dakar noch vor sich, 904 davon am Freitag, wo es von San Juan nach Cordoba geht. 423 Kilometer werden dabei als Sonderprüfung geführt. Die Entscheidung fällt am Samstag auf dem finalen 284-Kilometer-Teilstück rund um Cordoba.

Während die Etappe bei den Motorrädern neutralisiert geführt wurde, ging es bei den Autos im Renntempo zur Sache. Der zwölfte Abschnitt ging an Nasser Al-Attiyah aus Katar. Der Toyota-Pilot setzte sich auf der 523-Kilometer-Sonderprüfung zwischen Chilecito und San Juan vor dem französischen Titelverteidiger Stephane Peterhansel (+2:03 Minuten) und dem Südafrikaner Giniel de Villiers (4:33) durch. Gesamtführender blieb Carlos Sainz, der Tagesneunter wurde.

Der spanische Peugeot-Pilot verlor 18:07 Minuten, hat aber auf dem Weg zum Gesamtsieg weiter alle Trümpfe in der Hand. Der Vorsprung auf Peterhansel beträgt zwei Etappen vor Schluss noch immer beruhigende 44:41 Minuten. Al-Attiyah, der sich über seinen dritten Tagessieg freuen durfte, ist Dritter (+1:05:55 Stunden).

Quelle: APA

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