Mixed

Lobnig holte Ruder-WM-Bronze im olympischen Einer

Mit einem starken Endspurt hat Magdalena Lobnig bei der Ruder-WM in Plowdiw im olympischen Einer Bronze geholt. Die Kärntnerin wiederholte am Sonntag in einem spannenden Rennen ihr Edelmetall von der WM 2017 und belohnte sich auch für die Mühen der vergangenen Tage. Denn die Vize-Europameisterin hatte sich nur unter größter Anstrengung bis ins Finale gekämpft.

Magdalena Lobnig. SN/APA (Archiv)/HERBERT NEUBAUER
Magdalena Lobnig.

Dort arbeitete sie sich - bei der 1.500-m-Marke noch auf Rang fünf liegend - immer besser ins Rennen und musste sich schließlich in 7:29,510 Minuten nur der souveränen Irin Sanita Puspure (7:20,120) und der Schweizer Titelverteidigerin Jeannine Gmelin (7:25,930) geschlagen geben. "Heute habe ich zur richtigen Zeit meine Stärken ausgepackt, obwohl ich eine der schlechteren Außenbahnen hatte. Ich wusste, wenn ich bei 1.500 Meter an Platz drei dabei bin, kann ich's ins Ziel bringen. Dafür hab' ich den Kopf und kann mich im Endspurt auch richtig bewegen", meinte die Olympiahoffnung nach der Siegerehrung.

Erschwerend kam hinzu, dass Lobnig am Sonntag vor dem Rennen die Bahn wechseln musste. Aufgrund der Wetterverhältnisse wurden die Bahnen neu vergeben, Lobnig ging somit auf der Außenbahn zwei ins Rennen. "Wenn du im Kopf nicht so stark bist, dann kann dich das schon verunsichern", berichtete die 28-Jährige. "Aber ich glaube, meine Stärke ist, dass ich im Kopf sehr stark bin und ich es dann nehme wie es ist, das darf dich nicht verunsichern."

Die Medaille sei jedenfalls "extrem wichtig für den Kopf, die letzten Tage waren nicht einfach", sagte Lobnig. Sie hält nun bei zweimal WM-Bronze, sowie einmal EM-Gold (2016) und zweimal EM-Silber (2013 und 2018). "Zur WM bin ich gefahren, ohne einschätzen zu können, was eigentlich möglich sein wird. Und dann noch der Schock im Vorlauf, in dem ich nur Zweite wurde. Aber ich wollte nicht aufgegeben bzw. mich den Selbstzweifeln beugen. Trotzdem habe ich mich mit dieser Bronzemedaille vielleicht selbst sogar am meisten überrascht."

ÖRV-Präsident Horst Nussbaumer war voll des Lobes: "Ich finde, es war das intelligenteste Rennen, das Magdalena je gezeigt hat. Ich bin unglaublich stolz, sie hat sich nicht nervös machen lassen und ist mit so einer Kraft und Eleganz über diese schwierigen Bedingungen zur Medaille gerudert", erklärte der Funktionär.

Quelle: APA

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