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Lorenzo nach Stoner-Sturz WM-Führender

Jorge Lorenzo steht in der Motorrad-Straßen-WM nach einem Sturz von Casey Stoner beim Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring wieder solo an der Spitze der Königsklasse MotoGP.

Lorenzo nach Stoner-Sturz WM-Führender SN/apa (dpa)
Lorenzo profitierte von Stoners Unglück.

Weltmeister Stoner, bis Sonntag punktgleich mit Lorenzo voran, rutschte durch sein Malheur in der letzten Runde sogar auf WM-Platz drei zurück. Bis zu seinem Sturz hatte der am Jahresende zurücktretende Australier keine Rennmüdigkeit gezeigt. Von der Pole aus führte Stoner das Feld zunächst an, musste aber 12 Runden vor Schluss seinen attackierenden Teamkollegen Pedrosa passieren lassen. Nur Lorenzo konnte den beiden vorne weg fahrenden Honda-Fahrern mit Respektabstand folgen, der Rest der Eliteklasse hatte auf der Berg- und Talbahn in Sachsen schnell großen Rückstand.

Im Kampf um den Tagessieg musste Stoner, der sich Tags zuvor in einem der spannendsten Regen-Qualifyings überhaupt die Pole-Position gesichert hatte, seine Angriffslust teuer bezahlen. In der vorletzten Kurve rutschte er auf gerade noch trockener Strecke ins Kiesbett und machte damit den WM-Dreikampf noch spannender. Lorenzo führt vor dem Italien-GP am 15. Juli in Mugello mit 160 Punkten vor Pedrosa (146) und Stoner (140).

Im Rennen der Moto2-Klasse gab sich der spanische Titelfavorit Marc Marquez hingegen keine Blöße. Der 19-Jährige feierte vor dem Finnen Mika Kallio seinen vierten Saisonsieg.

Diese beiden Rennen fanden bei großteils Sonnenschein statt. Das abschließende Rennen der Moto3-Klasse begann hingegen verspätet. Ein heftiges Unwetter hatte das Gelände rund um die Rennstrecke innerhalb von Sekunden in tiefen Morast verwandelt. Für die über 81.000 Zuschauer (insgesamt 195.685) lohnte sich beim 85. GP-Jubiläum des Sachsenrings das Warten aber, denn das Beste kam zum Schluss. Der KTM-Werksfahrer Sandro Cortese sorgte für den ersten Heimsieg seit Ralf Waldmann vor 16 Jahren (Nürburgring) und den ersten deutschen Sieg auf dem Sachsenring seit 41 Jahren.

Quelle: APA

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