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Motorrad-WM nach Sommerpause zurück in Brünn

Nach einer kurzen Sommerpause startet die Motorrad-Straßen-WM dieses Wochenende in Brünn in die zweite Saisonhälfte. Die Rennen auf dem Masaryk-Ring sind auch die Generalprobe für Spielberg, wo eine Woche später am 12. August der Grand Prix von Österreich ansteht. In der MotoGP ist Weltmeister Marc Marquez das Maß der Dinge, bei KTM sucht man Ersatz für den verletzten Testfahrer Mika Kallio.

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez das Ma§ der Dinge SN/APA (AFP)/ROBERT MICHAEL
MotoGP-Weltmeister Marc Marquez das Ma§ der Dinge

Der Finne hatte sich Mitte Juli bei einem kapitalen Trainings-Sturz samt Highspeed-Einschlag in den Air-Fence am Sachsenring schwer verletzt und beide Kreuzbänder sowie ein Seitenband im rechten Knie gerissen. Kallio hatte trotz allem Glück im Unglück und wurde in Finnland operiert. Ein konservativer Heilungsverlauf dauert aber bis zu sechs Monate. Sein Wild-Card-Einsatz in Österreich fällt damit natürlich aus, im Vorjahr war der 35-Jährige Testfahrer als Zehnter bester KTM-Pilot in Spielberg gewesen.

Diesmal sind beim großen Heimrennen nur die beiden WM-Piloten Pol Espargaro und Bradley Smith für KTM in der MotoGP am Start. Der "eyetime Motorrad Grand Prix von Österreich" ist das 11. von 19 Saisonrennen der Straßen-WM 2018. In der MotoGP führt Weltmeister und Honda-Ass Marquez mit 165 Punkten vor Altmeister Valentino Rossi (119), obwohl der Yamaha-Pilot seit 19 Rennen sieglos ist.

In Spielberg werden auch 2019 wieder Zehntausende Zuschauer erwartet, im Vorjahr hatte man insgesamt 200.000 Fans (90.000 am Renntag) gezählt. Schon im Vorfeld feierte man sich deshalb angesichts des erneut erwarteten Ansturms als "größter Sport-Event des Jahres in Österreich".

Das österreichische Red-Bull-KTM-Werksteam braucht bald Ersatz, denn auch die nächsten Tests in Aragon im September werden sich für Kallio eher nicht ausgehen. Ob längerfristig der am Jahresende zurücktretende Spanier Daniel Pedrosa als Testpilot engagiert werden könnte, war vorerst eher ein Medienthema. "Er ist ein guter Fahrer, hatte viel Erfolg und ist immer noch schnell. Aber im Moment ist nichts fixiert, im Gegenteil", richtete KTM-Pressemann Philipp Grünberger der APA aus. "Wir konzentrieren uns darauf, das Motorrad schneller zu machen." Pedrosa hatte viele Jahre lang und gut mit dem jetzigen KTM-Teammanager Mike Leitner zusammengearbeitet.

Nach dem Rennen in Brünn folgen am Montag noch Testfahrten in Tschechien, danach geht es für die Zweirad-Karawane nach Österreich. Dienstag präsentieren Marquez und Pol Espargaro im ÖAMTC-Mobilitätszentrum in Wien-Erdberg die Verkehrssicherheitskampagne "No Ride without Training" des österreichischen Verkehrsministeriums und der Arge 2Rad. Mittwoch gastieren einige Top-Piloten in Graz, wo sie mittags mit der Grand-Prix-Bim zum Hauptplatz kommen und Autogramme schreiben. Mit dabei u.a. Jack Miller, Danilo Petrucci (beide Pramac Ducati) sowie Takaaki Nakagami (LCR Honda).

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