Mixed

Murray, Wawrinka und Tsonga im Australian-Open-Achtelfinale

Der topgesetzte Andy Murray hat am Freitag mit einem klaren 6:4,6:2,6:4 über den US-Amerikaner Sam Querrey das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Der Weltranglisten-Erste aus Großbritannien hält damit weiter Kurs auf seinen ersten Titel in Melbourne nach fünf Final-Niederlagen. Ebenfalls weiter: Stan Wawrinka und sein Landsmann Roger Federer. Letzterer beeindruckte gegen Tomas Berdych.

Murray ist nun der Topfavorit.  SN/APA (AFP)/SAEED KHAN
Murray ist nun der Topfavorit.

Murray trifft nun auf den erstmals in einem Major-Achtelfinale stehenden Deutschen Mischa Zverev, den älteren Bruder von Jungstar Alexander. Die Tatsache, dass sein wohl größter Widersacher, Titelverteidiger Novak Djokovic, am Vortag ausgeschieden ist, spielt für den Schotten vorerst keine Rolle. "Es ändert gar nichts, außer ich erreiche das Finale, weil ich vorher nicht gegen ihn hätte spielen können", erklärte Murray, der vier seiner fünf Endspiele in Melbourne gegen Djokovic verloren hat.

Sein angeschlagener rechter Knöchel, eine Blessur, die er sich in der Runde davor zugezogen hatte, hat ihm keine großen Probleme bereitet. Und Murray stellte eine konstante Steigerung fest: "Ich habe mich jedes Match ein bisschen verbessert, das ist ein gutes Zeichen."

Ein sehr starkes Zeichen gab auch Federer ab: Im Drittrunden-Schlager des Tages war der 17-fache Grand-Slam-Champion dem als Nummer 10 gesetzten Tschechen Tomas Berdych einmal mehr zu stark. Federer ist nach seiner halbjährlichen Verletzungsauszeit wieder in großer Form. Nur 90 Minuten benötigte der vierfache Vater zum 6:2,6:4,6:4 über Berdych. Im Kampf um das Viertelfinale trifft der 35-jährige Eidgenosse nun am Sonntag auf den als Nummer 5 gereihten Japaner Kei Nishikori.

"Ich wusste, dass es eine harte dritte Runde wird und ich könnte nicht glücklicher sein", sagte Federer nach seinem abendlichen Auftritt in der Rod Laver Arena. "Es war unglaublich und ich habe mich heute selbst überrascht." In dieser Form muss sich Federer auch nicht vor Nishikori fürchten. "Ich glaube, ich bin jetzt bereit. Er ist ein netter Bursche und hat sich toll entwickelt. Ich spiele gerne gegen ihn, er hat momentan vielleicht die beste Rückhand auf der Tour", erläuterte Federer, der ohne besondere Erwartungen nach Australien geflogen war.

Ebenfalls in der Runde der letzten 16 ist auch der regierende US-Open-Sieger Wawrinka, allerdings noch nicht mit seinem besten Tennis. 3:6,6:2,6:2,7:6(7) hieß es nach zweieinhalb Stunden gegen den Serben Viktor Troicki. "Es ist egal, ob ich sehr gut, gut oder okay spiele", stellte Wawrinka klar. "Hauptsache, ich gewinne!" Windige Bedingungen und für den australischen Sommer kühle 20 Grad verleiteten den Weltranglisten-Vierten zu inkonstanter Spielweise. Wawrinka trifft nun auf Andreas Seppi (ITA).

Daniel Evans, zuletzt im Sydney-Viertelfinale Sieger über Dominic Thiem, qualifizierte sich mit einem 7:5,7:6,7:6 über den Australier Bernard Tomic erstmals für ein Grand-Slam-Achtelfinale. Evans bescherte Großbritannien damit erstmals seit 16 Jahren zwei Herren in dieser Turnierphase der Australian Open. Er hatte in Runde zwei mit einem Sieg über Marin Cilic (CRO-7) seine Form bewiesen. Sein nächster Gegner ist der als Nummer 12 gesetzte Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

Bei den Damen feierte Titelverteidigerin und Nummer eins, Angelique Kerber (GER), in der dritten Runde ihren ersten klaren Sieg. Nach dem 6:0,6:4 über die Tschechin Krystina Pliskova in nur 55 Minuten war sie erfreut. "Ich glaube, dass ich den Turnier-Rhythmus jetzt gefunden habe." Nächste Gegnerin ist Coco Vandeweghe (USA).

Quelle: APA

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