Mixed

Napoli und Benfica im Champions-League-Achtelfinale

SSC Napoli und Benfica Lissabon stehen im Achtelfinale der Fußball-Champions-League. Die Italiener gewannen am Dienstagabend das abschließende Gruppe-B-Spiel vor 65.000 Zuschauern im ausverkauften Estadio da Luz in Lissabon dank Toren von Jose Callejon (60.) und Dries Mertens (79.) verdient mit 2:1. Da Besiktas Istanbul bei Dynamo Kiew in ein 0:6-Debakel schlitterte, kam auch Benfica weiter.

Napoli und Benfica im Champions-League-Achtelfinale SN/APA (AFP)/PATRICIA DE MELO MOREI
Napoli und Benfica weiter.

In den Pools A, C und D waren die Aufsteiger bereits zuvor festgestanden. Es ging aber noch teilweise um den Gruppensieg bzw. Platz drei, der zum Wechsel in die Runde der letzten 32 der Europa League berechtigt. Diesen verpasste Österreichs Teamstürmer Marc Janko mit dem FC Basel nach einer 1:4-Heimpleite gegen Arsenal. Die Gäste aus London, für die Lucas Perez mit drei Toren (8., 16., 47.) der Matchwinner war, sicherten sich damit noch den Sieg in der Gruppe A, da Frankreichs Serienmeister Paris St. Germain zu Hause gegen Ludogorez Rasgrad nur 2:2 spielte.

Der Niederländer Virgil Misidjan köpfelte die Gäste in Paris nach Idealflanke des Brasilianers Nataneal in Front (15.). Das verdiente 1:1 erzielte Edison Cavani mit einem herrlichen Fallrückzieher (61.). Doch der Brasilianer Wanderson ließ Bulgariens Champion nach einer Verkettung haarsträubender PSG-Abwehrfehler neuerlich jubeln. Angel Di Maria gelang in der Nachspielzeit nur noch das 2:2 (92.), womit der Poolsieg verpasste wurde.

ÖFB-Star David Alaba sorgte indes mit dem FC Bayern München dafür, dass heuer kein Club die Gruppenphase mit dem Punktemaximum von 18 Zählern abschließen wird. Der deutsche Rekordmeister feierte einen 1:0-Heimerfolg über Atletico Madrid. Ein perfekt über die Mauer ins kurze Eck gezirkelter 20-m-Freistoß von Torjäger Robert Lewandowski entschied die Partie. Alaba spielte im 4-3-3-System von Carlo Ancelotti diesmal Innenverteidiger.

Damit bauten die Bayern ihre Rekordserie in der Champions League weiter aus, haben nun schon 15 Heimspiele in Serie gewonnen. Die bisher letzte Europacup-Niederlage im eigenen Stadion kassierten die Münchner am 29. April 2014 mit dem 0:4-Debakel im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid. Der Trainer der Spanier hieß damals übrigens Ancelotti. Im Parallelspiel genügte Rostow ein 0:0 bei Schlusslicht PSV Eindhoven zur Absicherung von Rang drei.

Wie Atletico in der Gruppe D war auch der FC Barcelona im Pool C bereits als Gruppensieger festgestanden. Die Katalanen feierten zum Abschluss einen klaren 4:0-Heimerfolg über Borussia Mönchengladbach. Lionel Messi erzielte nach Doppelpass mit Arda Turan seinen bereits 93. Treffer Europas Königsklasse. Nach der Pause entschied ein lupenreiner Hattrick Turans binnen 18 Minuten (50., 53., 67.) das Match vorzeitig.

In der Parallelpartie trennten sich der Tabellenzweite Manchester City, das mit einer B-Elf angetreten war, und der Letzte Celtic Glasgow mit einem 1:1. Die Schotten gingen nach einem Solo von Patrick Roberts bereits in der vierten Minute in Führung, doch wenig später erzielte der Nigerianer Kelechi Iheanacho nach Pass von Nolito den Ausgleich (8.). In der Folge sahen die Zuschauer wenig Ansehnliches.

Besiktas wurde ohne den rekonvaleszenten ÖFB-Legionär Veli Kavlak in Kiew überrollt und beendete das Match nur zu neunt. Der Ex-Club von Aleksandar Dragovic durfte bereits in der neunten Minute nach einem Abstauber von Artem Besedin jubeln. Nach diesem Fehlstart wachte der türkische Meister auf, schwächte sich dann aber in der 29. Minute selbst, als Andreas Beck nach einer Notbremse gegen Derlis Gonzalez die Rote Karte sah (29.). Den fälligen Elfmeter verwertete Andrij Jarmolenko, der das erste Tor aufgelegt hatte (30.).

Nicht einmal 120 Minuten später erhöhte Witali Bujalskij bereits auf 3:0 (32.), unmittelbar vor der Pause resultierte aus einem unhaltbar abgefälschten Schuss das 4:0. Der spanische Schlussmann Fabri hatte danach erstmals an diesem Abend Tränen in den Augen. Es kam für ihn aber noch schlimmer, da sein Clubkollege Vincent Aboubakar in der 56. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde und er danach noch zweimal hinter sich greifen musste.

Quelle: APA

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