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Nur ein toter Gauner zählt in Rio

Die dramatische Wirtschaftslage und das politische Vakuum in Brasilien haben die Kriminalität in der Olympiastadt explodieren lassen.

Nur ein toter Gauner zählt in Rio SN/CHRISTOPHE SIMON / AFP / picturedesk.com
Gewalt gegen Gewalt: Das ist der Grundsatz in Rio.

Die Aktion startet am frühen Morgen, und sie gleicht dem Einsatz in einem Kriegsgebiet. 150 Polizisten, schwer bewaffnet wie Militärs, und dazu 300 Zivilbeamte stürmen in den Complexo do Alemão, einen riesigen Favela-Verbund im Norden Rios. Sie durchkämmen in den engen und verwinkelten Gassen Haus für Haus. Hubschrauber kreisen, gepanzerte Fahrzeuge sind in Stellung gebracht. Die Beamten suchen nach Drogen, Waffen und 47 zur Fahndung ausgeschriebenen Bossen der lokalen Kartelle. Im Complexo do Alemão, auch der Gazastreifen Rios genannt, leben rund 100.000 Menschen. Hier regiert das "Comando Vermelho", das Rote Kommando, die mächtigste Drogengang der brasilianischen Metropole.

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