Mixed

ÖHB-Männer müssen in Sarajevo nun kühlen Kopf bewahren

Die 27:31-Auftaktniederlage am Mittwoch zum Auftakt der EM-Qualifikation in Wiener Neustadt gegen Finnland hat bei den österreichischen Handball-Fans für Ernüchterung gesorgt. Für Trübsal bleibt aber keine Zeit, geht es doch schon am Sonntag (20.00 Uhr, live ORF Sport +) gegen Bosnien-Herzegowina. Die ÖHB-Truppe ist bereits Donnerstagmittag nach Sarajevo abgeflogen.

Für Teamchef Patrkur Johannesson war die Niederlage gegen die Skandinavier eine Riesenenttäuschung, ist für den Isländer aber nicht unerklärbar. "Es fehlt vielen an der Erfahrung, um in so stressigen Situationen, kühlen Kopf zu bewahren", sprach er gegenüber zur APA - Austria Presse Agentur konkret die letzten 15 Spielminuten an, in denen die Finnen erstmals in Führung gingen und den Sieg in Folge sicher fixierten.

"Suomi" habe laut Johannesson eine erfahrene Mannschaft, seine Truppe hingegen einen Umbruch hinter sich. Etliche rot-weiß-rote Größen haben sich in den vergangenen Jahren aus dem Team verabschiedet bzw. die Karriere beendet, u.a. Viktor Szilagyi. Mit Vitus Ziura wurde am Mittwoch eine andere ÖHB-Größe vor dem Match offiziell verabschiedet. Der 37-Jährige war vor allem in der Deckung meist eine besondere Stütze.

Bis deren Erfolgsgeneration ins Rollen kam, habe es von der Schweden-WM 1993 bis 2010 eine 17-jährige internationale Flaute der ÖHB-Männer gegeben. Solange soll es zwar jetzt nicht dauern, doch Johannesson zeigt sich doch auch als Realist. "Wir haben viele neue Leute auf Schlüsselpositionen, und unsere Legionäre spielen da erst ein oder zwei Jahre bei ihren Vereinen oder fangen dort gerade erst an."

Dazu sei das Manko gekommen, vor der Finnland-Partie nur zwei Trainingseinheiten gemeinsam gehabt zu haben. Umso wichtiger sei die nun längere Vorbereitungszeit in Sarajevo. Vor den zwei vollen Tagen der Vorbereitung sei auch noch für Donnerstagabend eine Übungseinheit angesetzt gewesen. Für Johannesson ging es auch ans Videostudium der Finnland-Partie und jener der Bosnier bei der 21:30-Niederlage in Spanien.

Ziel gegen Bosnien-Herzegowina sei ganz klar ein Sieg. "Wir gehen in dieses Spiel, um es zu gewinnen", erläuterte Johannesson. Denn Anfang Mai innerhalb weniger Tage auswärts und daheim gegen Spanien stehen die Chancen auf Punktezuwachs sicher nicht so gut. Zur EM-Endrunde im Jänner 2018 in Kroatien schaffen es die Top zwei der Gruppe, zudem der beste Dritte aus den insgesamt sieben Pools.

Quelle: APA

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