Mixed

ÖHB-Männer wollen gegen Weißrussen Revanche für EM

Im Jänner kostete die knappe 26:27-Niederlage Österreichs Handballmänner bei der EM den Aufstieg in die Hauptrunde. Nun bietet sich die große Gelegenheit zur Revanche an Weißrussland: Im WM-Play-off am Sonntag (17.00 Uhr MESZ in Minsk) und am 13. Juni (20.15/beide live ORF Sport +) peilen Nikola Bilyk und Co. die Qualifikation für die sechste Endrunde innerhalb von zehn Jahren an.

Trainer Patrekur Johannesson hofft auf einen Sieg SN/APA (AFP)/-
Trainer Patrekur Johannesson hofft auf einen Sieg

Die Auslosung, bei der Gegner wie Schweden, Kroatien oder Island vermieden wurden, lässt Österreich berechtigterweise hoffen. "Wir haben das EM-Spiel gut analysiert, da hat uns auch ein bisschen die Coolness gefehlt", sagte Trainer Patrekur Johannesson bei einem Medientermin am Dienstag. Just die erste Partie bei der EM in Kroatien kostete Rot-Weiß-Rot das Weiterkommen. Da halfen auch phasenweise gute Vorstellungen gegen Norwegen und Frankreich nichts mehr.

Die Geschehnisse sind aufgearbeitet, der Optimismus wieder da. "Ich weiß, dass ich mein viertes Großereignis als Trainer schaffen kann", meinte Johannesson, seit 2011 an Bord und mit der ÖHB-Auswahl schon bei zwei EMs (2014, 2018) und einer WM (2015) vertreten. Dass die Endrunde im Jänner 2019 in Deutschland, quasi dem Wunderland des Handballs, stattfindet, ist für die heimischen Akteure zusätzliche Motivation. "Deutschland ist handballverrückt. Die Chance ist einmalig, die müssen wir einfach nützen", meinte Bilyk.

Dazu müsse man gegen die Truppe von Coach Juri Schewzow, der einst Johannesson bei Essen trainierte, allerdings "zwei unglaublich starke Spiele abliefern", erklärte Österreichs Rückraum-Star. Im Jänner war das noch nicht der Fall. "Wir waren okay, die Weißrussen sehr gut, diesmal soll es umgekehrt sein", betonte Goalie-Routinier Thomas Bauer. Für Bilyk spielte rückblickend auch mangelnde Erfahrung einer großteils jungen Truppe mit: "Viele hat das ein bisschen nervös gemacht, einige waren vielleicht im Kopf noch nicht ganz darauf vorbereitet."

Der Legionär in Diensten des THW Kiel zeigte sich aber überzeugt davon, dass die Mannschaft durch die EM im vergangenen Jänner trotz Vorrunden-Aus' einen weiteren Schritt nach vor getan hat. "Uns hat das auf jeden Fall weitergebracht", meinte der 21-Jährige, auf dem bereits viel Verantwortung lastet. Verantwortung, der er etwa im Spiel gegen Weißrussland mit acht Treffern auch gerecht wurde.

Im Vergleich zur EM ist der Kader großteils unverändert, zwölf der 17 Spieler waren schon in Kroatien mit dabei. Großer Abwesender ist diesmal Routinier Robert Weber. Der Flügel in Diensten Magdeburgs fehlt mit einer Schulterblessur, die aber nicht der einzige Grund ist. "Er hat eine schwierige Saison hinter sich, hat nicht immer gespielt", erklärte Johannesson. "Er ist nicht frei im Kopf. Ich finde das ehrlich von ihm. Dann ist es besser, wenn man nicht kommt."

Auch Dominik Schmid (Bänderriss im Sprunggelenk) und der bereits lange verletzte Max Hermann (Schulterverletzung) sind nicht mit an Bord, dafür kehrt Raul Santos zurück. Der 26-jährige Flügel wird nach einer langwierigen Knieverletzung erstmals seit über einem Jahr wieder für Österreich antreten.

Quelle: APA

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