Sport

ÖOC-Präsident Stoss in Blickrichtung Tokio 2021 optimistisch

Die Planungen für die Olympischen Sommerspiele in Tokio laufen trotz bzw. wegen Corona nicht nur bei den Organisatoren in Japan auf Hochtouren, sondern auch beim Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC). ÖOC-Präsident Karl Stoss gab sich am Donnerstag bei einem Treffen mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner optimistisch, dass die Spiele trotz der Pandemie auch stattfinden werden. 

Tokio liegt weit weg, soll aber erreichbar sein SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH
Tokio liegt weit weg, soll aber erreichbar sein

"Natürlich bin ich kein Hellseher. Ich sehe nur aufgrund der Gespräche, die auch gerade diese Woche mit dem japanischen Botschafter hatte: Die Organisatoren in Japan und in Tokio unternehmen alles, dass diese Spiele durchgeführt werden in der gewünschten Form", erklärte Stoss gegenüber der APA. Die Fallzahlen in Japan seien im Vergleich zu Europa derzeit sehr gering. "Daher sind sie auf einem sehr, sehr guten Weg."

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sei in sehr reger Zusammenarbeit mit den internationalen Sportfachverbänden und allen nationalen Olympischen Komitees. Für die Fachverbände auf der einen Seite sei es schwierig, weiter Wettkämpfe zu organisieren und durchzuführen, für viele Sportler wiederum bleibe mehr Zeit für die Qualifikation. Stoss wünscht sich für das ÖOC eine Verdoppelung des bisherigen Kontingents von 38 Quotenplätzen. Das läge dann über dem langjährigen Schnitt.

Eine der ganz großen Künste in der Vorbereitung auf die Spiele sei das Aufbringen der Motivation, auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Stoss: "Deswegen wünsche ich mir auch entsprechende Rahmenbedingungen. Es wäre großartig, wenn die Spiele mit Zusehern und Zuseherinnen über die Bühne gehen. Das macht die Atmosphäre aus in den Stadien, in den Hallen. Aber im Extremfall wäre es ohne, wie wir es im Fußball erleben, wünschen tun wir uns das nicht. Ich gehe davon aus, dass es nicht so sein wird."

Das IOC orientiere sich in seinen Planungen auch an anderen derzeit durchgeführten Sport-Events bzw. an deren Hygiene- und Präventionskonzepten. "Es gibt einen regen Austausch auch vonseiten des IOC mit den unterschiedlichsten Fachverbänden", erläuterte Stoss. "Man kann aber auch von Kulturveranstaltungen sehr viel lernen. Und da verschließen wir auch nicht die Augen, da hören wir aufmerksam zu, beobachten, wie es dort vonstattengeht. Dieser Austausch findet aktiv statt."

In den operativen Olympia-Vorbereitungen im ÖOC profitiere man in der viel Flexibilität einfordernden Phase davon, dass man ein relativ kleines Team habe. Andererseits seien in der Krise auch dem ÖOC Sponsoren abhandengekommen. "Von daher müssen wir uns immer aufs Neue neu erfinden und auf die Suche begeben, um neue Unterstützer zu finden. Das ist nicht immer sehr einfach. Ich bin zuversichtlich, dass es uns trotzdem gelingt, hier wirtschaftlich keinen allzu großen Schaden zu erleiden."

Quelle: APA

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