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Österreich sagt WM-Vorrunde mit 29:38 gegen Norwegen ade

Wie erwartet ist Vizeweltmeister Norwegen für Österreichs Handball-Männer bei der WM in Ägypten nicht zu biegen gewesen. Im letzten Vorrundenspiel unterlag Rot-Weiß-Rot am Dienstag in Gizeh 29:38 (17:20) und hat den Aufstieg in die Hauptrunde damit verpasst. Die Truppe von Trainer Ales Pajovic wechselt in den President's Cup um die Plätze 25 bis 32, wo am Mittwoch (15.30 oder 18.30 Uhr) Marokko erster Gegner ist.

Lukas Hutecek und Co. kämpften vergebens um die Sensation SN/APA (AFP)/ANNE-CHRISTINE POUJOUL
Lukas Hutecek und Co. kämpften vergebens um die Sensation

Norwegen fixierte mit dem zweiten Sieg in Gruppe E endgültig das Weiterkommen, auch Frankreich und die für die USA nachgerückte Schweiz stehen in der nächsten Turnierphase. Auf das u.a. ohne Aushängeschild Nikola Bilyk angereiste Österreich wartet in President's-Cup-Gruppe II neben Marokko noch Chile (Freitag) und Südkorea (Sonntag) bzw. ein Platzierungsspiel gegen das gleichplatzierte Team von Gruppe I am 27. Jänner.

Gegen Norwegen konnte Boris Zivkovic aufgrund einer am Samstag erlittenen Seitenbandverletzung nicht mitwirken, die erste Wahl im rechten Rückraum wurde von Nikola Stevanovic vertreten. Erstmals nicht im Kader stand Tormannroutinier Thomas Bauer, das Gespann bildeten Thomas Eichberger und Florian Kaiper. Letzterer war auch der dominante Mann im Spiel der Österreicher. Alleine in der ersten Hälfte parierte er acht Schüsse - zumeist frei von sechs Metern - und hielt seine Truppe damit im Spiel. Die erhoffte 40-Prozent-Fangquote ging sich zwar nicht ganz aus, mit 30 Prozent war es aber eine deutliche Steigerung zu den bisherigen beiden Partien.

Norwegen, das in den ersten Minuten auf seinen Superstar Sander Sagosen verzichtete, setzte sich mit einem 4:0-Lauf von 2:2 auf 6:2 (7.) ab und schien früh zu enteilen. Doch Österreich arbeitete sich bis zur 13. Minute auf 6:8 zurück und verdaute auch eine zweite Stärkephase der - ebenfalls nicht immer fehlerlosen - Norweger (14:8/18.), deren blitzschnelles Angriffsspiel man kaum unterbinden konnte. Denn im Angriff zeigten sich Lukas Hutecek und Co. spielerisch wie schon gegen Frankreich zumeist diszipliniert und auch variantenreich, ließen sogar einige gute Möglichkeiten liegen und hielten das Resultat zur Halbzeit mit -3 in achtbaren Grenzen.

Nach Wiederbeginn zündete Norwegen dann aber neuerlich den Turbo, zog bis zur 41. Minute auf 30:21 davon und hatte die Partie endgültig für sich entschieden. Im weiteren Verlauf bekam fast der gesamte Kader Einsatzminuten, auch Eichberger konnte sich im Tor mehrmals auszeichnen. Am Respektsabstand aber änderte sich nichts mehr.

"Es ist halt eine Weltklassetruppe, da braucht es schon ein bisschen mehr, um sie aufzuhalten", resümierte Flügel Robert Weber (6 Tore) nüchtern. "Wir haben vorne zu viele Bälle weggeschmissen, das haben sie beinhart ausgenützt." Vorzuwerfen haben man sich freilich weder gegen Frankreich noch Norwegen etwas. "Wir haben das erste Match gegen die Schweiz versemmelt, das wäre unser Ticket für die Hauptrunde gewesen.

Pajovic zeigte sich "zufrieden mit Herz und Charakter, so wie gegen Frankreich. Aber das sind beides Teams, die um die Medaillen spielen werden", erklärte der Slowene. "Im President's Cup müssen wir da weitermachen."

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