Mixed

Olympia-Auftakt-Out von Florett-Fechter Pranz

Florettfechter Rene Pranz ist nach seinem frühen Ausscheiden bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro selbstkritisch mit sich ins Gericht gegangen. "Mit dem habe ich nicht gerechnet, ich stehe gerade ein bisserl neben mir. Ich habe sehr spät und schlecht reingefunden, das war nicht mein bestes Fechten", sagte der 30-Jährige nach der 14:15-Niederlage gegen den Brasilianer Guilherme Toldo.

Er sei im Angriff nicht durchgekommen, erläuterte Pranz, der nur darauf warten konnte, dass dies der vom Heimpublikum stark unterstützte Brasilianer tat. "Ich renne normal drüber über die Gegner, greife viel an und bin weniger in der Defensive. Das habe ich nicht machen können", haderte der Schützling von Evgeny Pikman und Moritz Hinterseer mit seiner Performance.

"Ich habe mein Fechten nicht durchziehen können. Er hat meinen Angriff entschärft. In der ganzen Vorbereitung und Qualifikation habe ich um Welten besser gefochten. Es tut weh, dass ich das nicht zeigen konnte." Und wenn er einen Angriff setzte, dann habe er den Punkt meistens nicht bekommen, weil die Schiedsrichter einen Angriff für den Gegner gesehen hätten.

Pranz lag in dem knapp 27 Minuten währendem Gefecht bereits 5:10 zurück, startete eine Aufholjagd und führte 14:13. "Es waren ein paar strittige Entscheidungen, der vorletzte Punkt auch. Da war meiner Meinung nach ich im Trefferrecht, nur ich bin zum Eisen gegangen. Das war bitter, statt 15:13 stand es dann 14:14." Beim Gefecht entscheidenden Punkt sei er dann zu unentschlossen gewesen.

An der Nervösität lag es nicht, vielmehr sei er recht locker gewesen und habe auch Schmähs gemacht, erzählte der Olympiadebütant. "Es lag rein an der Taktik, ich bin bei ihm nicht durchgekommen. Ich habe im Einzel noch nie gegen ihn gekämpft, aber mir Videos angeschaut. Dass das Gefecht so lange dauerte, sprach auch nicht unbedingt für mich, weil meine Gefechte normalerweise schnell gehen."

In der Runde der letzten 32 hätte in der Carioca-Halle 3 im Olympischen Park in Barra der topgesetzte Japaner Yuki Ota gewartet. Zumindest diese Begegnung war das Ziel von Pranz, dessen Vater ihn nach Rio zum Daumendrücken begleitet hatte.

Quelle: APA

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