Mixed

Olympia: Salzburger Kuntschik landet auf Platz 25

Der österreichische Skeet-Schütze Sebastian Kuntschik hat seine Olympia-Premiere auf dem 25. Rang abgeschlossen.

Im Vergleich zu den ersten drei Qualifikationsserien vom Vortag machte der 27-Jährige am Samstag noch einen Platz gut, der Aufstieg ins Semifinale der Top 6 war aber schon außer Reichweite gewesen. Schon die ersten beiden Runden hatten Kuntschik entscheidend zurückgeworfen.

"Es waren die Bedingungen mit Wind und Sicht ziemlich schwierig. Damit bin ich nicht zurechtgekommen und habe nicht in meinen Rhythmus gefunden", erklärte der Salzburger der APA - Austria Presse Agentur. Coach Josef Hanenkamp verdeutlichte: "Beim ersten Fehler hat ihm der Wind die Taube so weit heruntergehauen, dass er keine Chance hatte, sie zu treffen. Das hat ihn so rausgebracht, dass er einen Doppelfehler darauf gemacht hat."

Dritte Runde war besser

Auf der restlichen Runde habe sich sein Schützling wieder erfangen, in der dritten Runde sei die Sicht wieder besser gewesen. Aber mit den beiden 22 am Anfang sei es schon vorbei gewesen. 125 ist das Maximum, für die Spiele hat sich Kuntschik mit 123 qualifiziert. Meist reichen auch 122 für den Aufstieg. Diesmal kam der ÖOC-Athlet jedoch nur auf 116, nachdem er in den Runden drei bis fünf jeweils eine 24 geschossen hatte.

Kuntschik betonte, dass es auch bei manchem Star am Tag X nicht geklappt habe. "Grundsätzlich überwiegt die Freude und die Erfahrung, dabei gewesen zu sein. Die Quali war extrem schwierig. Jetzt weiß ich, was ich verbessern kann und woran ich arbeiten muss, und in vier Jahren soll es besser laufen." Er wird erst am 22. August, dem Tag nach der Schlussfeier, abfliegen. Bis dahin will er noch ein wenig genießen und anderen Österreichern zuschauen.

Noch Potenzial auf mentaler Ebene

Hanenkamp meinte, dass im mentalen Bereich bei Kuntschik noch Potenzial da sei. "Er war bei seinen ersten Spielen am Anfang sehr nervös, die Form hätte sicher gepasst. Im Training hat er ziemlich gut geschossen." Kuntschik wolle weitermachen, die Rahmenbedingungen seien aber offen. Hahnenkamp: "Wir haben im Herbst im Präsidium Neuwahlen. Es ist auch eine finanzielle Frage. Wir brauchen die Rahmenbedingungen, um erfolgreich zu arbeiten."

In dieser Hinsicht könne der nationale Sportschützen-Verband (Skeet, Trap) nur beschränkt mit dem österreichischen Schützenbund kooperieren. "Wir sind befreundete Verbände. Aber der Schützenbund ist wesentlich größer, hat mehr olympische Sportarten und ist eher im Westen daheim, wir im Osten (Österreichs, Anm.)." Ein nächster Höhepunkt sind die Europameisterschaften im Juli 2018 in Leobersdorf, wofür die dortige Anlage derzeit im Ausbau ist.

Quelle: APA

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