Radsport

Roglic vor drittem Vuelta-Sieg in Serie

Der Slowene Primoz Roglic steht unmittelbar vor seinem dritten Sieg bei der Spanien-Radrundfahrt in Serie. Der 31-Jährige aus dem Jumbo-Team begnügte sich am Samstag auf der letzten Bergetappe mit Rang zwei, hielt seine schärfsten Konkurrenten dadurch souverän in Schach. Am Sonntag folgt zum Abschluss der Vuelta ein Einzelzeitfahren über 34 km nach Santiago di Compostela, Roglic geht mit mehr als zweieinhalb Minuten Vorsprung in das Finale.

Roglic geht mit gro§em Vorsprung ins Finale SN/APA/AFP/MIGUEL RIOPA
Roglic geht mit gro§em Vorsprung ins Finale

Der Olympiasieger und Gewinner des Auftaktzeitfahrens ist auch im Kampf gegen die Uhr der erster Sieganwärter. Sein Guthaben auf den Spanier Enric Mas (Movistar) beträgt 2:38 Minuten. Der neue Dritte Jack Haig (AUS/Team Bahrain) liegt bereits 4:48 zurück. Der bisher auf Position drei gelegene Kolumbianer Miguel Angel Lopez stieg nach Kontroversen mit seiner Movistar-Teamleitung vor dem letzten Anstieg entnervt vom Rad und gab auf, nachdem der Sieger der 18. Etappe den Anschluss an Roglic und Co. verpasst hatte.

Der vorletzte Abschnitt von Sanxenxo zur Bergankunft am Alto Castro de Herville über 202 km mit mehr als 4.000 Höhenmetern ging überraschend an den Franzosen Clement Champoussin. Der 23-jährige AG2R-Fahrer nutzte eineinhalb Kilometer vor dem Ziel die taktischen Spielchen der Gesamtklassement-Asse und fuhr nach einer von den Stars zugelassenen Attacke zu seinem bisher größten Erfolg. Roglic kam sechs Sekunden später knapp vor Adam Yates (Ineos) und Mas an.

Der am Donnerstag zurückgefallene Felix Großschartner schaffte es zurück in die Top Ten. Der oberösterreichische Bora-Profi hatte als 17. zwar fast sieben Minuten Rückstand, machte in der Gesamtwertung aber zwei Positionen gut und ist nun 20:30 Minuten hinter dem Spitzenreiter Zehnter. "Das war ein sehr harter Tag, aber ich habe mich gut gefühlt und alles gegeben. Ich bin glücklich, dass ich zurück in den Top Ten bin. Ich hoffe auf gute Beine im Zeitfahren, um meine Position zu verteidigen", meinte Großschartner, im Vorjahr am Ende Gesamt-Neunter.

Roglic' nächsten Vuelta-Erfolg kann indes nur noch ein Sturz verhindern. Zu Boden ging er in den vergangenen Jahren aber ziemlich häufig, sonst wäre seine Erfolgsliste noch länger. Bei der Tour de France musste der Vorjahreszweite heuer nach einem Sturz aufgeben. Anfangs der zweiten Vuelta-Woche verlor er durch einen glimpflicher ausgegangenen Ausrutscher zwischenzeitlich seine Gesamtführung. Dennoch war der Slowene mit drei Etappensiegen insgesamt der deutlich Stärkste.

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