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Rapid geht Hürde Salzburg an, Austria will weiter siegen

Rapid nimmt am Sonntag (17.00 Uhr) in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga den nächsten Anlauf, um die Unserie gegen Red Bull Salzburg endlich zu beenden. Die "Bullen" haben neun der jüngsten zehn direkten Duelle gewonnen. Die Wiener Austria geht als Favorit ins Heimspiel gegen Klagenfurt (14.30 Uhr). Sechs Spiele in Folge ist man ungeschlagen. Der Wolfsberger AC empfängt Sturm Graz (14.30 Uhr). Die Kärntner wollen den ersten Sieg in der Meistergruppe seit der Liga-Teilung.

Rapid will die Unserie gegen Salzburg endlich beenden SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Rapid will die Unserie gegen Salzburg endlich beenden

Die Hütteldorfer verloren in Salzburg zuletzt sieben Mal in Folge. Die Gastgeber können als überlegener Tabellenführer gelassen in die Partie in Wals-Siezenheim gehen, die Wiener benötigen im Kampf um Rang zwei als derzeit Vierter jeden Punkt.

"Über die Favoritenrolle ist nicht mehr zu diskutieren", ist sich Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer bewusst. Als Underdog hatte sein Team am 19. September in Salzburg mit 0:2 und am 11. Februar diesen Jahres zu Hause mit 1:2 verloren. Die Entscheidung fiel jeweils erst spät in der Partie. Das ist nicht der einzige Grund, der die Rapid-Verantwortlichen auf eine Überraschung vor auch mehr als 1.000 Rapid-Anhängern hoffen lässt. "Was mich zuversichtlich stimmt, ist unsere aktuelle Form. Die Richtung stimmt", betonte der Ex-Abwehrspieler.

Rapid ist erstmals diese Saison fünf Partien unbesiegt, hat in den jüngsten zehn Spielen nur gegen Salzburg verloren und ist auswärts unter Feldhofer noch ohne Niederlage. Das ist auch Matthias Jaissle nicht verborgen geblieben. "Sie sind unfassbar erfolgreich konstant unterwegs. Wir wissen auch genau wie es in Wien war, ein total knappes Spiel, das hin und her ging. Wir müssen uns darauf einstellen, dass es auch am Sonntag so verläuft", verlautete Salzburgs Coach. Die Rapidler würden sehr aggressiv agieren und eine gute Mentalität auf den Platz bringen. "Wir wollen aber zeigen, dass wir die beste Mannschaft in Österreich sind."

Die Austria will mit einem Sieg gegen das Meistergruppen-Schlusslicht aus Kärnten die Chance auf Platz zwei wahren, Trainer Manfred Schmid ist nach einer Corona-Infektion wieder mit dabei und höchstmotiviert. Schmid brennt, auch oder gerade weil Corona seine Spuren hinterlassen hat ("Ich habe es ein bissl unterschätzt, gröbere Symptome gehabt und Nachwehen bis heute"), auf die Rückkehr an die Seitenlinie, an der im Derby Assistent Cem Sekerlioglu stand. Trotz zwölf absenter Teamakteure sei die Länderspielpause "sehr intensiv" gewesen, stellte Schmid fest. "Die Spieler drängen sich auf", freute sich der 51-Jährige.

Schmid versprühte Selbstbewusstsein. "Ich glaube, dass wir als Favorit in dieses Spiel gehen, und wir wollen die Serie fortsetzen", stellte er klar. "Wir wollen unbedingt gewinnen, aber von einem Pflichtsieg zu sprechen, wäre respektlos. Ein sehr unangenehm zu bespielender Gegner. Und so oft haben wir gegen sie noch nicht gewonnen", scherzte Schmid. Beide Spiele endeten in dieser Saison unentschieden jenes in der Generali-Arena mit einem 1:1, das in Klagenfurt mit 0:0.

Für Klagenfurt-Coach Peter Pacult ist es ein Zusammentreffen mit einem einstigen Spielerkollegen. Zum Abschluss seiner aktiven Karriere kickte der heute 62-Jährige 1995/96 im Dress der "Veilchen" an der Seite von Schmid. "Ich habe immer die Arbeit machen müssen", erinnerte sich der Jüngere an die gemeinsame Zeit zurück. "Das war ja auch sein Job", meinte dazu nicht weniger augenzwinkernd der "Alte". Horst Hrubesch habe ihn damals als verlängerte Hand am Feld geholt, um einen Weg zu beschreiten, wie ihn die Austria jetzt geht. "Schmid war damals unheimlich wichtig für die Mannschaft. Und was er jetzt als Trainer macht, ist einfach top", streute er seinem nunmehrigen Kontrahenten Rosen. Und auch der fand nur Lob. "Ich schätze seine offene und ehrliche Art, und wir haben einen sehr regen Austausch", berichtete Schmid.

Die fünftplatzierten Wolfsberger würde bei einem vollen Erfolg punktemäßig mit dem Tabellen-Zweiten Sturm Graz gleichziehen, die Steirer wiederum sind bestrebt, den Platz hinter Salzburg abzusichern.

Das Frühjahr ist für den WAC bisher nicht nach Wunsch verlaufen. Im ÖFB-Cup kam gegen Salzburg das Aus, in der Meisterschaft kassierten die Kärntner in fünf Spielen vier Niederlagen bei einem Sieg. Im Kampf um die Europacup-Plätze will die Truppe von Trainer Robin Dutt nun wieder anschreiben. Die bisherigen zwei Saison-Duelle waren jeweils klare Angelegenheiten - jeweils für das Auswärtsteam. Während die Grazer in Wolfsberg mit 4:1 triumphierten, revanchierten sich die "Wölfe" bei Sturm mit einem 3:0-Erfolg.

Sturm-Coach Christian Ilzer zeigte vor dem WAC großen Respekt, drei Punkte sind dennoch das Ziel. "Wir fahren ins Lavanttal, um zu gewinnen, ein Sieg wäre ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Wolfsberg ist ein absolutes Spitzenteam mit einer sehr erfahrenen Truppe, und im Angriffsdrittel gehören sie zu den besten Teams der Liga. Deshalb brauchen wir all unsere Stärken auf dem Platz, um drei Punkte mitzunehmen."

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