Mixed

Ruderin Lobnig zog ins Einer-Halbfinale ein

Europameisterin Magdalena Lobnig ist am Dienstag erwartungsgemäß ins Olympia-Semifinale gerudert. Die Kärntnerin kam bei schwierigen Bedingungen in der Lagoa Rodrigo de Freitas als Dritte ihres Einer-Viertelfinallaufes nach kontrollierter Renneinteilung weiter. Für die Vorschlussrunde am Donnerstag werden grenzwertige Starkwindverhältnisse befürchtet.

Ruderin Lobnig zog ins Einer-Halbfinale ein SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Magdalena Lobnig wurde in ihrem Viertelfinallauf DritteEINER / LOBNIG (AUT).

In ihrem Viertelfinal-Rennen kam Lobnig nach starkem Beginn 8,33 Sekunden hinter ihrer Trainingspartnerin Genevra Stone (USA) und 5,71 hinter Jeannine Gmelin (SUI) ins Ziel. Das reichte mit genügend Vorsprung auf die Viertplatzierte zum Weiterkommen. "Die zweite Hälfte war sehr kontrolliert, da bin ich nur noch auf den Dritten gefahren. Die ersten 1.000 waren echt gut gerudert, da habe ich das Rennen mitbestimmen können, das war wirklich gut für den Kopf", sagte Lobnig.

Dann habe sie durch den Wellengang aber etwas Wasser ins Boot bekommen. Dadurch sei sie ein wenig aus dem Rhythmus gekommen. "Da habe ich mir gedacht, was bringt der Sieg, es ist relativ egal, ob ich Erste oder Dritte werde. Wichtig ist das Semifinale, dass ich da 100 Prozent geben kann, dementsprechend bin ich hinten raus nur auf den Dritten gefahren. Man nimmt ja nichts mit in die nächste Runde, außer ein gutes Gefühl."

Trainer Kurt Traer war mit der Leistung von Lobnig nur bedingt zufrieden. "Die ersten 1.000 m waren gut, aber dann hat sie sich einen leichten Krebs gefangen und den Schlag leicht verändert. Dadurch war sie nicht mehr so aggressiv", sprach Traer die Irritationen bei der Rennhälfte an. Das müsse sich am Donnerstag ändern, "weil im Semifinale kann man sich keine Fehler mehr leisten".

Die Bedingungen mit viel Seitenwind bezeichnete Lobnig im Gegensatz zum Vorlauf als "annähernd ruderbar". Man müsse aber ohnehin mit allen Verhältnissen zurechtkommen. "Es ist egal, ich habe es im Griff gehabt, wichtig ist der Aufstieg". Für das Halbfinale befürchtet die 26-Jährige jedoch wieder extreme Bedingungen. "Ich bin gespannt, es ist voll der Sturm angesagt, 15 bis 17 Knoten."

Sie sei gespannt, wie der Weltverband FISA diesmal darauf reagieren werde. Im Vorlauf seien die Bedingungen bei ähnlicher Windstärke jedenfalls irregulär gewesen. "Eigentlich geht das nicht mehr, aber am Samstag haben sie uns auch rausgeschickt, es war furchtbar. Sobald es Schaumkronen gibt, ist es sehr, sehr grenzwertig." Sie sei aber dennoch guter Dinge für die nächste Runde. "Ich freue mich drauf und möchte natürlich ins Finale einziehen."

Quelle: APA

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