Mixed

Salzburg hat mit Ried noch eine Rechnung offen

Meister Red Bull Salzburg eröffnet am Samstagnachmittag (16.00 Uhr) die 4. Runde der Fußball-Bundesliga, die Mozartstädter sind in Ried zu Gast. In den drei Abendpaarungen (18.30 Uhr) am Samstag kommt es zu den Duellen Rapid - Admira, Mattersburg - WAC und Tabellenführer Altach - St. Pölten. Die Runde wird am Sonntag (16.30 Uhr) in Graz mit dem Schlager Sturm - Austria abgeschlossen.

Salzburg hat mit Ried noch eine Rechnung offen SN/APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER

Salzburg gastiert vor dem wichtigen Champions-League-Play-off-Hinspiel in Zagreb also im Innviertel. In Ried hatte Oscar Garcia am 13. Februar mit dem 0:1 seine erste von bisher zwei Niederlagen als Salzburg-Trainer hinnehmen müssen. Diese Scharte soll nun mit einem Sieg ausgemerzt werden. "Ich erinnere mich natürlich noch an unser letztes Spiel in Ried, es war damals ja unsere erste Niederlage. Wir spielen in einem kleinen Stadion, und die Mannschaft ist zu Hause sehr aggressiv. Wir müssen darauf vorbereitet sein und die Erfahrungen, die wir damals gemacht haben, werden uns helfen, diesmal besser abzuschneiden", ist Oscar überzeugt. Ried weiß natürlich um seine Außenseiterrolle, will aber trotzdem überraschen. "Wir wissen, dass Salzburg gegen uns natürlich der Favorit ist. In den vergangenen Jahren haben wir aber gezeigt, dass man gegen Salzburg punkten kann, wenn man kompakt spielt und die Konter gut fährt. Wir glauben deshalb an unsere Chance", betonte der nach einer Schambeinentzündung genesene Ried-Stürmer Dieter Elsneg.

Die Cashpoint-Arena von Altach erlebt am Samstag gleich zwei Premieren. Erstmals kommt es im österreichischen Fußball-Oberhaus zu einem Duell zwischen dem SCR und dem SKN St. Pölten, und erstmals treten die Altacher als Bundesliga-Tabellenführer an. Zur Feier des Tages fehlen den zum Auftakt dreimal siegreichen Vorarlbergern nur noch drei Punkte gegen St. Pölten - die Trainer Damir Canadi unbedingt einfahren will. "Ich hoffe, dass die Mannschaft selbstbewusst auftritt, aber dabei nicht den schmalen Grat zur Überheblichkeit überschreitet", erklärte der Wiener vor dem Spiel der 4. Runde.

Rapid-Trainer Mike Büskens warnte seine Mannschaft indes davor, die Admira zu unterschätzen. Die Südstädter, die zuletzt das Aus in der Europa-League-Qualifikation und die Heimniederlage gegen Altach zu verdauen hatten, wollen am Samstag (18.30 Uhr) jedoch ihren kleinen Abwärtstrend stoppen. "Die Admira wurde letzte Saison Vierter, sie standen im Cupfinale und haben die dritte Runde in der Europa-League-Qualifikation erreicht. Alleine diese drei Fakten zeigen mir, welche Qualität diese Mannschaft hat", unterstrich Büskens die Schwierigkeit der Aufgabe. Admira-Trainer Oliver Lederer sieht keinen Druck auf seinem Team. "Auswärts bei Rapid. Es gibt kaum ein Spiel, wo weniger Druck auf uns lastet."

Nach drei Runden und ebenso vielen Niederlagen findet sich der SV Mattersburg im Tabellenkeller wieder. Saisonübergreifend seit zwölf Ligaspielen ohne vollen Erfolg, beschäftige der Negativlauf die Mannschaft mittlerweile auch mental, wie Trainer Ivica Vastic erklärte. Gegen den WAC hofft Vastic auf den ersehnten Befreiungsschlag. Der 46-Jährige versucht, positiv zu bleiben, es gelte, "Vertrauen in sich und seine tägliche Trainingsarbeit" zu haben. Grund zu Optimismus gibt ihm die Bilanz. Gegen den WAC sind die Burgenländer in bisher vier Duellen im heimischen Pappelstadion mit je zwei Siegen und Unentschieden noch ungeschlagen.

Sturm-Trainer Franco Foda will indessen seine Mannschaft als Heimmacht etablieren. "Ich hoffe auf viele Fans, gute Stimmung und ein gutes Spiel", sagte Foda vor dem Prestigeduell gegen Austria Wien am Sonntag. Die Vorzeichen für die Fortsetzung seines Plans stehen gut: Von den jüngsten zehn Duellen in Liebenau ging nur eines an die Austria. Die Stimmung beim 3:1-Heimsieg zum Auftakt gegen Ligakrösus Salzburg war ganz nach Fodas Geschmack. "Da ist der Funke von der Mannschaft auf das Publikum übergesprungen", bemerkte Foda. Gerade mit der Unterstützung des Publikums sei vieles möglich. Die Austria will die herbe 1:4-Pleite gegen Rapid ausführlich analysiert haben. "Wir sind in der 70. Minute eingebrochen. Ich hätte defensiver spielen lassen sollen", meinte Trainer Thorsten Fink rückblickend. "Alles umschmeißen" wolle Fink wegen der höchsten Saisonniederlage aber nicht. "Wir lassen uns von der Niederlage nicht beirren."

Quelle: APA

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