Marathon

Salzburg-Marathon: Ein Kenianer aus Kärnten will den Titel

Beim Salzburg-Marathon heute, Sonntag, will ein starkes Trio aus Kenia vorneweg laufen. Doch auch ein nach Österreich ausgewanderter Landsmann hat große Ambitionen. Beim Junior-Marathon ging es bereits am Samstag hoch her.

Karin Freitag (l.) mit Edwin Kemboi und Amos Kipruto vom KLC und den Spitzenläufern aus Kenia.  SN/salzburgmarathon/brandl
Karin Freitag (l.) mit Edwin Kemboi und Amos Kipruto vom KLC und den Spitzenläufern aus Kenia.

Der Kärntner Edwin Kemboi und die in Tirol lebende Steirerin Karin Freitag sind die
Favoriten auf die Staatsmeistertitel im Marathonlauf, die beim 15. Salzburg-Marathon am Sonntag vergeben werden. Beide wollen gegen die Armada aus Kenia um die Spitzenplätze laufen. Sein Vereinskollege Amos Kipruto unterstützt den gebürtigen Kenianer Kemboi bei seinen Ambitionen, das ÖLV-Limit für die Europameisterschaft in Berlin von 2:17:00 Stunden zu unterbieten.

Kembois größte Gegner im Kampf um den Staatsmeistertitel sind Titelverteidiger
Endris Seid (LCAV Jodl Packaging), der im Herbst 2017 beim Drei-Länder-Marathon
der Schnellste war, und Marathon-Debütant Isaac Kosgei (TGW Zehnkampf Union),
zuletzt Dritter der 10-km-Straßenmeisterschaft.

Im Kampf um den Gesamtsieg hat der Kenianer Peter Wangari die besten Karten in der Hand. Er lief beim Drei-Länder-Marathon 2015 als Dritter auf das Stockerl und erzielte seine persönliche Bestleistung von 2:13:48 Stunden beim Vienna City Marathon vor zwei Jahren, als er auf Rang sieben ins Ziel kam. Seine Landsleute Wesley Kemboi und William Koskei wollen den 30-Jährigen zur Höchstleistung zwingen.

Freitag will Titel Nummer fünf

Bereits drei Mal hat Karin Freitag (LG Decker Itter) beim Salzburg Marathon einen Top-Drei-Platz erzielt. Sie greift beim Salzburg Marathon 2018 nach ihrem bereits
fünften Staatsmeistertitel im Marathon - das wäre neuer österreichischer Rekord.

Im Kampf um die Medaillen sollte auch die 56-jährige Sabine Hofer (LAC Salzburg),
zweimalige Siegerin des Salzburg Marathon, eine Chance haben. Im Vorjahr gewann sie bei den Staatsmeisterschaften in Bregenz die Bronzemedaille.


Der Salzburg Marathon ist Freitags erster Marathonlauf im laufenden Kalenderjahr.
Bei der Generalprobe in Linz überzeugte sie mit einer Halbmarathon-Zeit von 1:19:48 Stunden. Freitags größte Konkurrentin in der Mozartstadt ist die Kenianerin Teresiah Omosa, die eine deutlich bessere Halbmarathon-Bestzeit aufweisen kann, aber im Marathon noch nicht unter 2:46 Stunden gelaufen ist. Die Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung ist das klare Ziel der 23-Jährigen.

Riesenandrang beim Junior-Marathon

Hunderte junge Sportlerinnen und Sportler nahmen die Herausforderung schon am Samstag an und zeigten beim Junior-Marathon über 890 bzw. 1780 Meter großen Einsatz. Dafür gab es viel Applaus von vielen Zuschauern an der Strecke.

Verkehrsbehinderungen und Sperren

Zur Anreise wird den Sportlern am Sonntag der öffentliche Nahverkehr empfohlen. Die Startnummer gilt vor und nach den Läufen als Ticket. Etliche Linien des Stadtbusses werden auf umgeleiteten Routen geführt.

Für motorisierte Verkehrsteilnehmer bringt der Marathon am Sonntagvormittag und -Mittag umfangreiche Sperren und Umleitungen mit sich. Ein Überblick findet sich in diesem Artikel.


(SN)

Aufgerufen am 20.05.2018 um 07:23 auf https://www.sn.at/sport/mixed/salzburg-marathon-ein-kenianer-aus-kaernten-will-den-titel-27575629

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