Mixed

Salzburgs Tennis-Asse geben den Ton an

Salzburgs Tennis-Nachwuchs blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Neumayer, Emesz, Koller und Co. sind Österreichs Nummer eins und zeigten international auf.

Die "goldene Ära", als Salzburg mit Judith Wiesner eine Weltklassespielerin hatte und als etwa Gerald Mild, Gerald Mandl und Wolfgang Schranz im Sog von Thomas Muster auch im Davis Cup einen wahren Boom erleben durften, ist viele Jahre her. Mit Sandra Klemenschits hat eine weitere Topspielerin heuer ihre bewegende und international erfolgreiche Karriere beendet. Und dennoch darf Salzburgs Tennis dank einiger hoffnungsvoller Nachwuchsspieler äußerst positiv in die Zukunft blicken.

"Das Tennis erlebt in Österreich seit ein paar Jahren einen enormen Aufschwung. Aktuell natürlich auch dank Dominic Thiem. Das gilt es weiter zu nutzen", sagt Landesverbandspräsident und ÖTV-Vizepräsident Werner Klausner. Die Mitgliederzahlen im national zweitgrößten Fachverband seien stetig im Steigen. "In Salzburg dürfen wir besonders auf die Nachwuchsarbeit stolz sein," so Klausner.

Bestes Beispiel dafür war die Staatsmeisterschaft in Klagenfurt, wo Salzburg mit neun Medaillen, darunter sechs Mal Gold, das erfolgreichste Bundesland war. So drückte Lukas Neumayer der U14-Klasse als nationale Nummer eins seinen Stempel auf. Der Radstädter, Schützling von Ex-Profi Gerald Kamitz, feierte außerdem drei internationale Turniersiege und rangiert in Europa auf Platz 30. Als Belohnung durfte Neumayer beim weltweit prestigeträchtigsten Nachwuchsturnier, der Orange Bowl in den USA, antreten und erreichte dort die dritte Runde.

Profi-Karrieren im Visier

Bei den 16-Jährigen rangiert Neumayer schon auf Platz zwei. Vor ihm liegt nur Benedikt Emsez. Der Stadt-Salzburger hat sich in der Südstadt unter den Fittichen von Thiem-Vater Wolfgang ein neues Umfeld geschaffen. Ebenso Arabella Koller in Linz bei Fed-Cup-Kapitän Jürgen Waber. Die 16-Jährige ist aktuelle U18-Staatsmeisterin und stand bei der Orange Bowl im Halbfinale. In ihrem Windschatten hat sich außerdem Nadja Ramskogler in der nationalen Spitze etabliert. Mit nationalen Turniersiegen und ersten ATP-Punkten einen gelungenen Einstieg ins Herrentennis verbuchten die U18-Staatsmeister Jakob Aichhorn und Gregor Ramskogler, beide Schützlinge von Willi Mandl.

Vom Tennisverband werden rund 40 Kinder und Jugendliche betreut und unterstützt. "Mit Lehrgängen, wöchentlichen Trainings und Turnierreisen versuchen wir ihnen so gut es geht unter die Arme zu greifen", erklärt STV-Trainer Martin Kondert.

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