Sport

Spitzensportler lernen in Salzburg für die Polizeikarriere

Statt sich im Urlaub von der abgelaufenen Saison zu erholen, drücken derzeit zahlreiche österreichische Topathleten in Großgmain die Schulbank.

Ehrgeizig, zielstrebig, diszipliniert und körperlich voll fit − die Grundlagen für eine erfolgreiche Karriere bei der Polizei haben die insgesamt 65 Männer und Frauen im Spitzensportkader des Bundesministeriums für Inneres schon mitgebracht. Dennoch mussten auch sie natürlich die volle Eignungsprüfung mit Deutsch-Test, psychologischer Untersuchung und medizinischem Check absolvieren, bevor sie überhaupt in die engere Auswahl kamen.

Auswahl fällt schwer

"Zuletzt haben wir 90 Bewerbungen gehabt. Da dann noch einmal die Geeignetsten auszuwählen, ist nicht einfach und fällt einem auch persönlich oft schwer. Aber wir schauen uns die Kandidaten ganz genau an und lassen alles in die Entscheidung einfließen", erklärt Reinfried Herbst, der als Spitzensportkoordinator im Innenministerium selbst in der Kommission sitzt, die die letzten Empfehlungen ausspricht.

Fünf statt zwei Jahre

Die 30 Sportler, die derzeit in der Polizeischule Großgmain die Schulbank drücken, haben diese Prozedur bereits erfolgreich hinter sich. Vier Wochen am Stück lernen sie hier die Grundlagen der Polizeiarbeit und absolvieren Schieß- und Einsatztrainings, ehe sie sich wieder voll ihrem Sport widmen können. "Die Säulen der Ausbildung sind für sie das Selbststudium und diese Präsenzphase", erläutert Herbst. "In der Qualität gibt es aber keine Abstriche gegenüber der normalen Polizeiausbildung." Diese wird für die Sportler lediglich von zwei auf fünf Jahre gestreckt, in denen dann pro Jahr ein vier- bis sechswöchiger Intensivkurs absolviert werden muss.

Mehr Sommersportler

Herbst selbst hat dabei mitgeholfen, die Eingliederung der Spitzensportler bei der Polizei auf neue Beine zu stellen, und dabei seine eigene Erfahrung mit allen guten und schlechten Aspekten einfließen lassen. "Früher war zum Beispiel viel auf den Wintersport zugeschnitten. Jetzt haben wir auch eigene Kurse für Sommersportler, die ja einen ganz anderen Saisonverlauf haben", erzählt Herbst. "Auch deshalb ist der Andrang nun viel größer. Aber die Polizei bietet einfach extrem spannende Karrieremöglichkeiten − von der Hundestaffel bis zu Cybercrime. Hier kann jeder etwas finden, das seinen Interessen entspricht."

15 WM-Medaillen

Bevor es allerdings so weit ist, sollen die Polizeischüler mit sportlichen Topleistungen Werbung für ihren künftigen Arbeitgeber machen. Zuletzt gingen allein 15 WM-Medaillen und 39 Podestplätze im Weltcup auf das Konto des Spitzensportkaders. Die derzeit in Großgmain studierenden Sportler sind: Clemens Aigner, Philipp Aschenwald, Frederic Berthold, Nadine Fest, David Gleirscher, Rafael Haaser, Ricarda Haaser, Lara Hinterseer, Christian Hirschbühl, Katharina Huber, Adam Kappacher, Sebastian Kislinger, Johannes Kröll, Nikolaus Leitinger, Julian Lüftner, Chiara Mair, Karim Mabrouk, Mirjam Puchner, Franz-Josef Rehl, Markus Schiffner, Julia Scheib, Ramona Siebenhofer, Otmar Striedinger, Tamara Tippler, Daniel Traxler, Katharina Truppe, Daniela Ulbing, Christian Walder und Lora Ziller.

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