Sport

Sportunion in Coronakrise für Impulsprogramm für Vereine

Die Sportunion als einer von Österreichs Sport-Dachverbänden hat in seiner nun auslaufenden Sommersportoffensive mehr als 60.000 Teilnehmer erreicht, ob in Feriencamps oder über die Initiative "Bewegt im Park". Es folgt eine Vereinsoffensive, in der es um die Auswirkungen bzw. die Bewältigung der Coronakrise auf bzw. in Österreichs 15.000 Sportvereinen geht. Laut Sportunion-Präsident Peter McDonald sei nun ein Impulsprogramm für Österreichs Sport gefordert.

Sportunion-Präsident Peter McDonald SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Sportunion-Präsident Peter McDonald

"Die Vereine konnten das gemeinsam mit ihren Mitgliedern ganz gut meistern", resümierte der Funktionär im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur über die von SportsEconAustria (SpEA) durchgeführte Initiative für die Phase Frühjahr/Sommer. "Aber 76 Prozent der Vereine rechnen mit finanziellen Einbußen. Und ein Drittel der Sportvereine hat einen völligen Investitionsstopp verhängt."

Positiv wiederum sei, dass etwa ein Viertel der Vereine Sportwilligen in der Krise digitale Angebote gemacht hat. Zudem hätten die Sportvereine keine Kurzarbeit oder Kündigungen ausgesprochen. "Da sieht man, dass das sehr stabil auf ehrenamtlicher Basis getragen wird." McDonald hob auch den NPO-Fonds hervor. "Der funktioniert sehr gut und trägt zur Existenzsicherung bei." Dieser laufe aber mit Monatsende aus, es brauche eine Verlängerung bis ins Frühjahr. "Sonst droht ein Vereinssterben."

Vor dem nun beginnenden Herbst verspüre McDonald in den Vereinen einen sehr großen Unmut und eine gedrückte Zuversicht. Denn die Sportvereine hätten den Sommer genutzt, um Präventionskonzepte zu erstellen. "Wir haben es hier mit einer Klientel zu tun, die sehr eigenverantwortlich und verantwortungsvoll agiert." Es seien daher praxisorientierte, praktikable Möglichkeiten zur Sportausübung gefragt. Aufgrund der neuen Maßnahmenverordnung sei der Spielraum dafür aber sehr klein.

"Wir haben enorme Schwierigkeiten, dass die Vereine ihren Übungsbetrieb abhalten können. Erste Vereine müssen diesen für den Herbst schließen", führte McDonald aus. Daher sollen durchdachte Präventionskonzepte zum Zug kommen, neben den Quadratmetern vielleicht auch die Kubikmeter berücksichtigt, und den Vereinen mehr Eigenverantwortung eingeräumt werden. Helfen würde dabei laut McDonald die flächendeckende Öffnung der Schulsportstätten außerhalb der Schulzeiten.

Letztlich fordere die Sportunion, die Neuregelung der Reisekostenabrechnung für Übungsleiter beizubehalten sowie Steueranreize für Mitgliedschaft und Bewegung. McDonald hofft auf ein Zusammenrücken mit den Regierungsinstitutionen, um die schwierige Situation zu meistern und den Übungsbetrieb für Kinder und Jugendliche erhalten zu können. "Denn wir haben die Ersten, die den Hut drauf hauen. Da brauchen wir die bestmögliche Unterstützung der Bundesregierung."

Quelle: APA

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