Mixed

St. Johann sagt Speedway-EM unerwartet ab

Zum Leidwesen von Lokalmatador Franky Zorn gibt der Veranstalter einem internationalen Einladungsrennen den Vorzug.

Franky Zorn voran und in seinem Element.  SN/red bull content pool
Franky Zorn voran und in seinem Element.

Auf der Homepage von St. Johann/Pg. stand es zu lesen: "Am 28. Jänner 2017 treffen die weltbesten Eisspeedway-Fahrer im Finale der Eisspeedway-Europameisterschaft im Sportstadion in Sankt Johann aufeinander." Am Mittwochabend teilte Helmut Lercher von Speedway Racing St. Johann mit: "Ja, ein internationales Rennen machen wir - aber ohne EM-Status. Die Ankündigung im Internet werden wir schnell aktualisieren."

Laut Lercher ist die Entwicklung im internationalen Eisspeedway derzeit so, dass es "für unser Publikum attraktiver ist, ein internationales Einladungsrennen durchzuführen". Bei einem EM-Lauf wäre, so der Funktionär, mit einem Starterfeld bestehend aus wenigen bekannten Leuten und vielen Nachwuchsfahrern zu rechnen gewesen. Deshalb habe man sich entschlossen, den bereits zugesagt gewesenen EM-Status für die Veranstaltung an den Internationalen Motorradverband zurückzugeben. Im Gegensatz zu den vergangenen drei Jahren gebe es heuer keine Probleme mit dem Eis. Lercher: "Es müsste witterungsmäßig schon etwas Außergewöhnliches passieren, wenn wir unsere Rennen wieder nicht durchführen können."

Salzburgs Lokalmatador und im Vorjahr bester Nichtrusse im Weltklassefeld, Franky Zorn, kann der Entscheidung der St. Johanner nichts abgewinnen. "In der Heimat um den Titel zu fahren und zum zweiten Mal Europameister zu werden - auf das hätte ich mich eigentlich gefreut", berichtete Zorn vor seinem Abflug nach Schweden, wo es für ihn morgen, Samstag, in Strömsund um die Qualifikation zur Grand-Prix-Serie geht, "ich verstehe die Beweggründe nicht. Eine Europameisterschaft ist eine Europameisterschaft. Da wären viele gute Leute gekommen." Zorn geht "mit bestem Material" in seine 24. Saison und sagte: "Ich fühle mich stark genug, um mehr zu erreichen, als der beste Nichtrusse zu sein. Podestplätze sollten sich heuer ausgehen."

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