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"Tag des Sports" fand im Wiener Prater eine neue Bühne

Der Tag des Sports hat sich am Samstag bei seiner 16. Auflage mit neuem Gesicht präsentiert. Hauptverantwortlich dafür war der Standortwechsel in Wien vom Heldenplatz in den Prater, da das Areal vor Nationalbibliothek und Hofburg wegen des provisorischen Parlament-Umzugs nicht belegbar ist. Die Wahl des Praters erwies sich als Glücksgriff, es waren durchwegs positive Kommentare zu vernehmen.

"Tag des Sports" fand im Wiener Prater eine neue Bühne SN/APA/HERBERT P. OCZERET
Olympia-Segler Frank und Zajac ließen sich mit Fans fotografieren.

Die verfügbare Fläche für die insgesamt 122 Sportverbände und vor allem 150 Mitmach-Stationen war um einiges größer als in der Innenstadt. So bot sich den Fachverbänden wie den nach ersten Schätzungen wieder rund eine halbe Million Besuchern mehr Platz zur Entfaltung. Dazu kam das herrliche Spätsommerwetter. Das ermöglichte nicht nur Sportausübung im Freien, sondern machte es zum Vergnügen.

Der Kern der Veranstaltung lief am Parkplatz zwischen Ernst-Happel-Stadion und Prater Hauptallee ab. Zudem waren auf der anderen Seite der Meiereistraße im Trendsportzentrum und auf dem Cricketplatz eben Trendsportarten und Leichtathletik zu sehen und auszuprobieren. Die übrigen beiden Schauplätze auf der Spenadlwiese und in Richtung Lusthaus lagen jeweils rund einen Kilometer entfernt und damit zu dezentral.

Im Mittelpunkt standen die Leistungssportler. Hautnah erfreuten sie die Fans mit Interviews, Autogrammstunden und sportlicher Betätigung. Der Mann von der Straße konnte sich etwa in Fußball und Eishockey bei einer Torschusswand, Skibobstrecke, beim Golfen, Billard, diversen Kampfsportarten, Eislaufen, einer Rodelanlage, in Volleyball, Badminton, Bogenschießen, Fechten, Schach, Turnen, Faustball, Tischtennis, Squash, Rudern und im Kanu versuchen.

Die meisten Autogrammjäger waren wie gewohnt beim Stand des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) und des Skiverbandes (ÖSV) zu zählen. Lange Menschenschlangen bildeten sich überall dort, wo zum Beispiel die Skispringer um Michael Hayböck und Stefan Kraft, das "bronzene" Segel-Duo Thomas Zajac und Tanja Frank und die Skistars um Eva-Maria Brem und Marcel Hirscher zu sehen waren.

Der Salzburger versprach Sportminister Hans Peter Doskozil, als Unterstützung für "die tägliche Turnstunde" im Frühjahr eine Schule zu besuchen. "Ich komme gerne in die Schule, wobei ich weiß, dass alle Schulfächer wichtig sind", sagte Hirscher. "Aber die tägliche Bewegung ist sicherlich eine gute Basis für alles andere." Der fünffache Weltcup-Gesamtsieger war von der neuen "Tag des Sport-Location" angetan: "Eine lässige Sache."

ÖOC-Sportdirektor Christoph Sieber nutzte die Möglichkeit, besonders viele Topsportler auf einem Fleck treffen zu können, um die letzten Diplome des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) an deren Adressaten zu übergeben. Diese gibt es für Top-acht-Ergebnisse bei den Spielen von Rio de Janeiro.

Auf der Sport-Bühne fanden u.a. Ehrungen für verdiente und erfolgreiche Sportler statt, u..a. wurden auch die "Military Awards" für die besten Heeressportler vergeben. Weiters fand die Europäische Woche des Sports im Prater ihren Abschluss. Gefehlt haben im Vergleich zu den vergangenen Jahren Show-Bühnen, auf denen sich kleinere Verbände immer gut präsentieren konnten. Ihnen blieb dafür nun wie schon bisher die Freiflächen mit den Mitmach-Stationen.

Quelle: APA

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