Sport

Tausendschaft erobert beim Trailrunning-Festival die Stadt laufend

Das Trailrunning-Festival wird nach einer Pause wieder zu einem Laufereignis für die Massen samt einem ganz besonderen Marathon.

Dass die Natur die beste Sportarena ist, ist spätestens seit den diversen Corona-Lockdowns unbestritten. Hinausgehen und laufen, Rad fahren oder wandern - das war für viele das Rezept gegen den Frust aus Homeoffice, Kontaktbeschränkungen und gesperrten Sporthallen. Was dabei gefehlt hat, waren die Bestätigung im Wettkampf und das gemeinsame Sporterlebnis. Die Macher des Salzburger Trailrunning-Festivals behalfen sich im Vorjahr mit einer App-Version. Immerhin rund 650 Bewegungshungrige liefen so über mehrere Wochen und nur mit der Uhr als Gegner die teils recht anspruchsvollen Strecken über Mönchsberg, Kapuzinerberg und Gaisberg. Heuer gibt es das Comeback als echte Laufveranstaltung, bei der an drei Tagen (22. bis 24. Oktober) vom Kapitelplatz ausgehend gleich sechs Einzelbewerbe zur Auswahl stehen und die 1000-Teilnehmer-Grenze fallen soll.

"Diese großartigen Strecken und diese Stadt bieten wirklich alles", sagt Balthasar Laireiter, der sich 2020 als virtueller Sieger feiern lassen durfte. Lieber gemeinsam als einsam gilt aber auch für ihn: "Wenn einen die Zuschauer auf dem steilen Anstieg hinauf zur Festung anfeuern, ist das etwas ganz anderes."

Trailrunning-Veranstalter Sepp Gruber hat fürs Jubiläum einen zusätzlichen Anreiz ersonnen: Wer den Nightrun am Freitag, den Festungstrail am Samstag und den Gaisbergtrail am Sonntag bewältigt, hat in Summe beachtliche 42 Kilometer in den Beinen. "Der Reiz beim Trailrunning-Festival liegt darin, dass städtisches Lauferlebnis und eine alpine Herausforderung zusammenkommen", sagt Gruber. Davor zeigen selbst versierte Sportler Respekt. Johannes Nussbaumer vom Salomon Running Team betont: "Man muss sich das schon gut einteilen, um noch genug Körner fürs Finale übrig zu haben." Beim Festungstrail geht es immerhin noch über Wendeltreppen und Gänge im Burginneren, beim Gaisberg-Race bildet die Direttissima von der Gersbergalm zum Gipfel das schweißtreibende Finale mit 500 Höhenmetern auf nur 1,2 Kilometern.

Solche Herausforderungen wollen früh geübt werden. Von Jahrgang 2019 aufwärts dürfen sich die Kleinsten beim Windel- und Kindertrail austoben. Union-Präsidentin Michaela Bartel freut sich darauf, den Kleinen das Startsignal geben zu dürfen, und unterstreicht: "Sport in unserer barocken Altstadt ist etwas ganz Besonderes." Diese Einstellung teilt Vizebürgermeister Bernhard Auinger: "Unsere Umfragen bestätigen, dass die Menschen Sport in der Stadt wollen." Für Spätentschlossene ist die Anmeldung noch möglich.

Info:www.trailrunning-festival.at

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