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Thiem eine Woche vor Beginn der ATP Finals schmerzfrei

Der Countdown zum Saisonabschluss-Turnier in der Londoner O2-Arena läuft: Eine Woche vor Beginn der ATP World Tour Finals gibt es aus dem Lager von Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem gute Nachrichten. Der ab Montag auf den vierten Weltranglisten-Platz vorstoßende Niederösterreicher ist im Training schmerzfrei. Coach Günter Bresnik konstatiert von der Leistung her gar einen "Quantensprung".

Thiem hat die Verletzungssorgen hinter sich gebracht SN/APA (AFP)/CHRISTOPHE SIMON
Thiem hat die Verletzungssorgen hinter sich gebracht

Thiem, der ja zuletzt in Wien an beiden Füßen an offenen Wunden zwischen der vierten und fünften Zehe laboriert hatte, hat sich nach dem Aus im Pariser Achtelfinale keineswegs geschont. "Dominic hat vorgestern, gestern und heute jeden Tag zwischen drei und vier Stunden trainiert. Es war auch heute der Arzt da, und der hat sich das noch einmal angeschaut. Die Wunde ist komplett zu, es ist alles in Ordnung", berichtete Bresnik am Sonntag im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Der Aufstieg im ATP-Ranking auf seine bisher beste Platzierung am Montag freut natürlich sowohl Thiem als auch Bresnik. "Ein Karrierehoch ist für einen Spieler immer etwas Bedeutungsvolles. Für einen Manager sollte es auch etwas Wichtiges sein, weil ja in den Verträgen viele Boni nach Ranglisten-Platzierungen ausbezahlt werden", erklärte der 56-jährige Coach. Allerdings geht es da vor allem um die Platzierung am Ende des Jahres. "Es ist einfach schön. Aber es ist schade, dass er nicht weiter vorne ist. Wenn es in den letzten drei, vier Monaten ein bisserl besser läuft, dann steht er auf drei. Aber da hat er in den letzten Wochen viel liegen lassen."

Dennoch lüge das Ranking über das gesamte Jahr gesehen nicht. Daran ändere auch nicht, dass es durch viele Langzeit-Ausfälle u.a. auch von Andy Murray, Novak Djokovic oder Stan Wawrinka leichter geworden ist. "Er ist einfach einer von den fünf Besten heuer. Wie das zustande kommt ist egal. Wenn einer Weltcupsieger wird, nur weil er im Slalom was gewinnt und in der Abfahrt nichts, da regt sich auch kein Mensch auf", stellte Bresnik klar.

Verletzungen gehören zum Sport dazu, auch solche, die einen nicht völlig außer Gefecht setzen, sondern limitieren. "Für mich ist das alles normal. Deswegen rede ich nicht gerne darüber, was Dominic an den Füßen gehabt hat. Wenn jemand auf den Platz geht und spielt, ist das wurscht." Für Bresnik sei es nicht zu besprechen, was Sportler ihren Körpern antun oder nicht. "Mir tut ja auch kein Journalist leid, nur weil er in der Stadthalle bis um 02.00 Uhr früh auf ein Ergebnis warten muss."

Die Belastungen seien einfach da und im Spitzensport muss man dazu oft an seine Grenzen gehen. "Je nachdem wie gut einer damit umgehen kann, ist für mich ein Indiz dafür, wo er in der Weltrangliste hingehört", betonte Bresnik. Thiem arbeite sehr viel auch an Fitness und präventiven Dingen.

Die exakte Ausgangslage für das zweite ATP-Saisonfinale en suite für Thiem wird man am Mittwoch besser beurteilen können. Da geht am Vormittag die Auslosung in die zwei Vierer-Gruppen in Szene, dann weiß Thiem auch, ob er am Sonntag (12.11.) oder Montag sein erstes Gruppenspiel bestreitet. "Für mich ist es toll, dass er das zweite Mal hintereinander dabei ist. Das ist nicht normal. Man darf nicht von einem Spieler wie dem Dominic davon ausgehen, dass er jahrein, jahraus beim Masters dabei ist. Dominic steckt noch in einer Entwicklung drinnen, die nicht annähernd abgeschlossen ist." Thiem und Bresnik reisen am Mittwoch nach London.

Quelle: APA

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