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Thiem freut sich über Buch und fokussiert sich auf Wien

Auch wenn der offizielle Pressetermin mit Österreichs Topstar Dominic Thiem erst am Samstag stattfindet: Am Rande der Buchpräsentation des Werks seines Trainers Günter Bresnik äußerte sich der Weltranglisten-Zehnte dann doch auch zu seinem Wohlbefinden, zu seinen Masters-Chancen und über das bereits Erreichte.

Thiem freut sich über Buch und fokussiert sich auf Wien SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Dominic Thiem freut sich auf Turnier in Wien.

Das Buch Bresniks heißt "Die Dominic Thiem Methode" und auf dem Cover ist ein großes Bild von Thiem mit Bresnik im Hintergrund. "Das Buch ist richtig interessant. Natürlich, weil ich mitten drin bin, weil mich das alles sehr interessiert. Es stehen aber auch viele Sachen drin, die ich nicht gewusst habe. Die lustig sind, teilweise natürlich auch zum Nachdenken anregen", sagte der 23-jährige Thiem, der auch andere Biografien und besonders Sportbiografien sehr gerne liest. Ein besonderer Aspekt für ihn: "Einerseits sagt jeder, es geht nur über harte Arbeit, andererseits gibt es auch verschiedene Wege, die an die Spitze führen."

Er selbst will nicht ausschließen, dass er auch selbst, nach dem Ende seiner Karriere, einmal ein Buch schreibt. "Hoffentlich ist es noch sehr lange hin bis dahin, aber mir taugt das." Eine Art Tagebuch führt er aber nicht. "Das ist alles in meinem Kopf", sagte Thiem grinsend.

Der zuletzt durch Knieprobleme und eine Verkühlung zurückgeworfene French-Open-Halbfinalist ist neben Andy Murray und Tomas Berdych einer von drei Top-Ten-Spielern in Wien. "Es war natürlich ein bisschen eine schwierige Zeit in letzter Zeit. Wahrscheinlich war ich in dem Jahr schon einmal fitter, vor allem am Anfang. Aber ich glaube, das ist normal", sagte Thiem zu seinem Gesundheitszustand. "Es gibt schon einige, die die Saison beendet haben, dass heißt, es geht jedem so. Jeder hat irgendwelche Wehwehchen, da bin ich nicht alleine. Ich bin auf jeden Fall bereit, voll durchzufighten und mich durchzubeißen."

Natürlich ist ihm nicht entgangen, dass mit dem vorzeitigen Saisonende von Rafael Nadal ein weiterer Konkurrent für den Showdown bei den ATP Finals in London weggefallen ist. "Das ist eh klar, aber jetzt liegt der volle Fokus auf Wien, da muss man London in den Hintergrund rücken." Er habe immer gesagt, wenn er es schaffe, wäre es unglaublich, und wenn nicht, "dann habe ich länger Urlaub".

Natürlich weiß Thiem um seine gute Position, als aktuell Achter - und nach der Absage Nadals eigentlich Siebenter. "Es schaut natürlich sehr gut aus, aber ich habe nie irgendwie anders gespielt, nur weil ich eine Chance auf London habe." Allein die Tatsache, dass Thiem am 21. Oktober 2016 so weit vorne steht, gefällt ihm. "Ich habe mir irgendwann Mitte letztes Jahr gedacht: 'Ah, wie soll man das jemals schaffen nach London? Das sind so viele Punkte, da muss man so viel gewinnen'. Und jetzt, zwei Turniere vor Saisonende, stehe ich in den Top 8. Das ist eh schon der blanke Wahnsinn."

Quelle: APA

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