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Thomas Frühmann geht mit The Sixth Sense in die Sportpension

Die Global Champions Tour macht von Donnerstag bis Sonntag nächster Woche (15. bis 18. September) zum fünften Mal im Rahmen des Vienna Masters Station, erstmals aber in der Wiener Krieau. Der im Prater gelegene Veranstaltungsort tritt an die Stelle der bisherigen "Location" Rathausplatz. Emotionaler Höhepunkt des Events wird die Verabschiedung des Gespanns The Sixth Sense und Thomas Frühmann.

Thomas Frühmann geht mit The Sixth Sense in die Sportpension SN/APA/HARALD SCHNEIDER
Karriereende für Ross und Reiter.

Der 65-Jährige nimmt die Sportpension des 20-jährigen Ausnahmepferdes als Anlass für seinen eigenen Rücktritt, wie er es bereits vor einem Jahr angekündigt hatte. Zwölf Jahre hat das Duo erfolgreich unzählige Parcours bewältigt. "Wir haben immer alles gegeben, aber irgendwann ist Schluss", sagte Frühmann am Dienstag bei einer Pressekonferenz für das s.Oliver Vienna Masters mit der Global Champions Tour im Wiener Prater.

Frühmann baute zum Wallachen eine besondere Beziehung auf, mehr als nur von Mensch zu Tier. The Sixth Sense ist für den Weltcupsieger 1992 nach eigenen Worten wie ein Mensch. "Eigentlich ist er fast ein Übermensch", meinte der Reiter nun. "Über die vielen Jahre hat er mir beigebracht, wie ich ihn zu behandeln habe." Ihren letzten reiterischen Auftritt hatten die beiden im Jänner als Zehnte beim Grand Prix in Treffen.

Beim Vienna Masters wird man sie nicht mehr über Hindernissen in Aktion sehen. Sie werden aber am Samstag (17. September/17.15 Uhr) vor dem Springen der Global Champions Tour u.a. mit einem Video ihrer größten gemeinsamen Erfolge verabschiedet. Frühmann vermutete, dass das bei ihm nicht ohne Tränen ablaufen könnte. Am Freitag (19.30) wird es dem Pferd zu Ehren die "The Sixth Sense Challenge" geben.

Während The Sixth Sense seine letzten Jahre in Kuchl verbringen soll, schloss Frühmann für sich nach außen hin ein Comeback nicht ganz aus - "Never say never". In Wahrheit hat der Weltcupsieger von 1992 unter seine Karriere aber wohl einen fixen Schlussstrich gezogen. Aus seinen Worten war zu erkennen, dass er nicht wie der als 74-Jähriger noch immer aktive Hugo Simon noch als 70-Jähriger wettkampfmäßig im Sattel sitzen will.

Zudem sei es kaum vorstellbar, dass er so schnell ein Pferd von der Güte von The Sixth Sense verfügbar haben werde. Im März 2004 waren die beiden auf der Turnier-Bildfläche erschienen, holten da gleich acht Große Preise. 2006 wurden sie mit den Titeln Bestes Pferd-Reiter-Paar bzw. Erfolgreichstes Springpferd des Jahres ausgezeichnet. Die Erfolgsserie endete vor einem Jahr als Zweiter beim Grand Prix des Vienna Masters.

Damals wurde eben noch am Rathausplatz gesprungen. "In der Krieau ist es leichter als in der Stadt, da ist mehr Platz", erklärte Co-Veranstalter Gregor Gschlenk den Umzug. "Pferde und LKW können dortbleiben, logistisch ist es viel einfacher. Das Vienna Masters werde dreigeteilt, neben dem Reit-Spektakel mit einer hohen Anzahl an Weltklasse-Gespannen werde es an allen Tagen eine Kinderwelt und ein Musikfestival geben.

Das Reitstadion werde zehn Meter breiter als am Rathausplatz sein, zur Hälfte über die Trabrennbahn geführt. Wenn am Freitag und Samstag Trabrennen im Rahmenprogramm stattfinden, werde durch das dann geöffnete Stadion hindurchgefahren. Österreichs Topmann bei der mit 706.000 Euro dotierten Veranstaltung wird Max Kühner sein. Er ist auch beim heuer vorletzten Bewerb der Global Champions Tour dabei.

Quelle: APA

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