Sport

"Unsere Kinder leiden schlimm ohne Sport"

Die führenden Salzburger Funktionäre im Fechten, Judo, Karate und Ringen appellieren an die Politik, das Sportverbot für Kinder und Jugendliche aufzuheben. Es drohten massive Folgeschäden durch die Bewegungsarmut.

Junge Sportler in Karate und anderen Kampfsport-Disziplinen sehnen sich nach Training.  SN/felix roittner
Junge Sportler in Karate und anderen Kampfsport-Disziplinen sehnen sich nach Training.

Die Gastronomie bekam von Bundeskanzler Sebastian Kurz eine baldige Öffnung in Aussicht gestellt, nicht aber der Sport. Unverständlich für die führenden Funktionäre der erfolgreichen Kampfsportarten in Salzburg, die in eine gemeinsamen Appell für eine kontrollierte Öffnung der Sportstätten eintreten. "Unsere Kinder leiden schlimm ohne Sport", betonen die Macher.

Fechten, Judo, Karate und Ringen haben zahlreiche Weltmeister/innen, Olympiateinehmer und Staatsmeister hervorgebracht. Die Basis dafür habe der Breitensport gelegt, betonen die Verbandsobleute der vier Fachverbände. Doch nun drohe der Amateur- und Breitensport kaputtzugehen. Wie berichtet, können Kinder und Jugendliche sowie erwachsene Amateursportler seit Monaten wegen der Coronabeschränkungen nicht gemeinsam trainieren. Bald fehle "eine ganze Generation, aus der auch der Spitzensport wachsen kann", warnen die Sport-Chefs.

Dazu werde Übergewicht noch mehr als bisher zu einem Massenphänomen.

Karate-Präsident Georg Rußbacher sagt: "Es müssen dringend die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Breitensportler wieder unter Einhaltung der Sicherheitsauflagen trainieren dürfen. Aus dem Breitensport kommen schließlich die künftigen Spitzensportler." Eine Aussage, die Ringerchef Toni Marchl und Judo-Präsident Hans-Peter Zopf unterstreichen.


Fecht-Präsident Tobias Hinterseer kritisiert: "Es ist nicht zu verstehen, dass Kinder am Vormittag testen und in die Schule gehen und mit dem Glockenschlag nach Schulende ist es nicht möglich im Sportverein zu trainieren."


Die Sportvereine seien gewohnt, professionell zu arbeiten. Sie könnten ein Präventionskonzept mit Testen, Abstandhalten, personellen Beschränkungen etc. ohne weiteres umsetzen, wird betont.


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Aufgerufen am 06.03.2021 um 10:06 auf https://www.sn.at/sport/mixed/unsere-kinder-leiden-schlimm-ohne-sport-100208542

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