Leichtathletik

Weißhaidinger warf in Andorf schon in WM-Form

Bereits gut auf Kurs in Richtung Weltmeisterschaft in Doha präsentierten sich Österreichs Top-Leichtathleten bim Meeting in Andorf (OÖ).

Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) bot seinen zahlreich erschienen Fans die erhoffte Show. Schon im dritten Versuch übertraf er seinen bisherige Stadionrekord aus dem Vorjahr (65,57m) deutlich, dieser steht jetzt bei 66,15m. Bei der Vorbereitung zur 4. Runde setzte allerdings heftiger Platzregen ein, im Wurfkreis herrschte Aquaplaning. Nach einer Wartezeit von 30 Minuten wurden die Bedingungen zwar wieder besser, die Athleten waren aber ausgekühlt. So entschloss sich der EM-Dritte von 2018, der aus dem benachbarten Taufkirchen stammt, zum Abbruch seines Wettkampfes.


"Es war einfach zu gefährlich weiterzumachen, außerdem war ich mit der Weite bis dahin ja schon sehr zufrieden, eine Steigerung war sowieso fast nicht mehr möglich", resümierte Weißhaidinger. "Es ist immer einzigartig hier in Andorf zu werfen, besonders die vielen jungen Fans begeistern mich immer wieder, es ist einfach voll cool hier."

Auf Platz vier kam Union-Salzburg-Athlet Ahamad Khatab mtit 46,74 Metern.

Gleich im Vorlauf konnte Österreichs Top-Sprinter Markus Fuchs (ULC Riverside Mödling) seine persönliche Bestleistung über 100m um 0,02 Sekunden auf nunmehr 10,30s drücken. Bei ausgezeichneten Bedingungen, 25 Grad und 1,1 m/s Rückenwind, gelang dem Niederösterreicher ein fast perfekter Lauf. Im Finale drehte der Wind dann leider wieder und mit 10,50 Sekunden (-1,2) musste sich der Staatsmeister Abdu Marzouk (KSA), der sich mit 10,48 Sekunden den Sieg holte, geschlagen geben. Auch über 200m konnte Markus Fuchs dann aufzeigen, auf seiner Lieblingsbahn in Andorf lief er bei hauchdünn zu viel Rückenwind (2,1 m/s) mit 20,91 Sek. zu Rang 2. Der Sieg ging auch hier nach Saudi-Arabien, Fahad Al-Subaie gewann mit 20,72 Sek.
Markus Fuchs sagte: "Das war ein Traumtag für mich, ich bin extrem glücklich. Über 100m habe ich mich das erste Mal seit der Universiade wieder stark gefühlt und mir ist wirklich ein Bombenlauf gelungen. Schon der Start war super, und auch der ganze Lauf dann war perfekt. Ich habe noch nie einen so starken Vorlauf gezeigt. Es herrschten ja da noch meine Lieblingsbedingungen, im Finale war das dann leider nicht mehr so. Dafür war der 200er dann mehr als ok, wenn man bedenkt, dass es gerade bei unserem Lauf zu schütten begann. Ich bin einfach mega-happy."


Siebenkampf-Rekordhalterin Verena Preiner (Union Ebensee) zeigte im 100m-Hürdenfinale, obwohl den Wettkampf aus dem vollen Training heraus bestreitend, was für sie in dieser Disziplin bei optimalen Bedingungen möglich ist. Bei nur minimalem Rückenwind von 0,3 m/s kam sie auf 13,46 Sek., blieb damit nur um 4/100s über ihrer kürzlich in Ratingen/GER aufgestellten Bestleistung und belegte in Andorf Rang 2. Gezogen wurde sie von der Tschechin Stanislava Lajcakova, die mit 13,08 Sek. (PB) eine internationale Top-Zeit lief.
"Der Lauf hat sich heute sehr locker und gut angefühlt", sagte Preiner. "Ich merke, wie trotz der hohen Trainingsbelastungen die Spritzigkeit wieder langsam kommt, es geht eindeutig in die richtige Richtung. Bis zur ersten Hürde ist sicher noch eine bessere Beschleunigung möglich, und auch hinten raus kann ich noch enger bleiben, dann ist sicher noch eine bessere Zeit drinnen. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Lauf heute."
Im Speerwurf reichte es für Verena Preiner mit 45,72m zu Rang 6.


Staatsmeisterin Victoria Hudson (SVS LA) hatte trotz sehr guter und weiter Würfe beim Aufwärmen von Beginn des Wettkampfes an mit den Gegenwindbedingungen zu kämpfen, der Speer kam bei der Niederösterreicherin nie richtig ins fliegen. Trotzdem gelangen ihr mehrere Würfe um die 53 und 54 Meter, der beste segelte auf 54,80m, was Rang 3 bedeutete.


Lokalmatadorin Patricia Madl (SU IGLA longlife) belegte in dieser Disziplin mit 46,87m Rang 5, der Sieg ging mit starken 60,25m an die favorisierte Japanerin Haruka Kitaguchi.
Sprinterin Alexandra Toth (ATG) kam über 100m mit 11,76s (-0,2) auf Rang 2 hinter der Serbin Milana Tirnanic, die in 11,61s siegte. Im Vorlauf hatte die Grazerin eine Zeit von 11,63s (1,4) erzielt.
Sowohl bei den Frauen als auch den Männern gingen die Siege über 400m an ÖLV-Athleten. Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union) lief in 53,89s zu einer neuen Saisonbestleitung, wenig später konnte sich auch Dominik Hufnagl (SVS LA) den Sieg auf der Stadionrunde holen, er absolvierte die 400m in 47,49s.


Über 1.000m gab es für die heimischen Top-Läufer jeweils zweite Plätze. 800m-Staatsmeisterin Carina Schrempf (Union St.Pölten) kam hinter EM-Teilnehmerin Diana Mezulianikova (CZE, 2:42,29min, PB) nach 2:47,68 min mit neuer PB ins Ziel, Leon Kohn (SVS LA) musste nur Sieger Jan Fris (CZE, 2:25,92 min) ziehen lassen, er kam auf 2:26,97 min. Stark auch EYOF-Teilnehmerin Laura Ripfel (ULC Weinland), die mit 2:51,60 min neuen NÖLV U18 Rekord aufstellte und U23-EM-Teilnehmer Tobias Rattinger (LAC Amateure Steyr), der mit 2:29,75 min neue PB erzielte.
Auch die 200m wurden eine Beute der jungen Österreicherinnen, U20-EM-Starterin Magdalena Lindner (ULV Krems) siegte in 24,56s (0,0) vor U23-EM-Teilnehmerin Ina Huemer (SU IGLA long life, 24,83s).

Quelle: SN

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