Vor 25 Jahren

Der UEFA-Cup-Finalist im Transferstreit mit Seekirchen

11. Juli 1994: In ganz Europa als UEFA-Cup-Finalist gefeiert, daheim aber mächtiger Ärger mit einem Landesligisten: Im Sommer 1994 sahen sich Austria Salzburg und sein Präsident Rudi Quehenberger plötzlich mit einer Millionenforderung des SV Seekirchen konfrontiert.

Thomas Winklhofer.  SN/krugfoto
Thomas Winklhofer.

Es war im Meister- und Europacuptrubel vergessen worden, eine Option auf Thomas Winklhofer zu ziehen. Durch diesen Formfehler gehörte der ÖFB-Nationalspieler wieder seinem Stammverein, der ihn nun für eine Ablöse von einer Million Schilling wieder ziehen lassen wollte. "Rechtlich gesehen liegen die Seekirchner richtig, aber es gibt auch eine Moral", schimpfte Trainer Otto Baric. Aber vorerst musste er auf "Winki" verzichten, weil Quehenberger ihn mit einer Trainings- und Spielsperre belegte.

Ohne ihn ging die Serie an Testspielen los. Es gab ein 9:1 gegen Ranshofen, auch beim internationalen Kräftemessen in Lehen mit AEK Athen (kurioserweise bald danach ein Gegner in der Champions League) musste Winklhofer zuschauen. Die Fronten waren verhärtet: "Entweder die Seekirchner erweisen sich als seriöse Partner und halten sich an die abgemachte Ablösesumme, oder wir nehmen von einer Verpflichtung des Spieler Abstand. Kompromisse gibt es keine", sagte ein wütender Rudi Quehenberger. Nach einigen Tagen des Tauziehens kam es dann doch noch zu einer Einigung. Statt gegen Anthering und Bramberg sollte sich Thomas Winklhofer in der Herbstsaison mit Ajax Amsterdam und AC Milan messen.

Quelle: SN

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