Vor 25 Jahren

Hermann Stadler ließ Austria Salzburg jubeln: Finale!

12. April 1994: Die Sensation war perfekt - Casino Austria Salzburg stand im UEFA-Cup-Finale. Ein 1:1 im Halbfinalrückspiel beim Karlsruher SC reichte nach dem 0:0 von Wien zum Aufstieg.

Jubel um Torschütze Hermann Stadler bei den Salzburgern.  SN/©SPORT-Pressefoto KRUG u.MITGES.
Jubel um Torschütze Hermann Stadler bei den Salzburgern.

Karlsruhe hatte auf seine Heimstärke gehofft, doch im Wildparkstadion stürmten zu Beginn nur die Salzburger. Nach elf Minuten gelang tatsächlich das erhoffte Auswärtstor. Eine weite Flanke von Nikola Jurcevic landete bei Herrmann Stadler, der aus dem Hintergrund heranrauschte und Torhüter Oliver Kahn zum 1:0 überwand. Riesenjubel bei den 2000 mitgereisten Fans und bei 6000, die vor einer Leinwand daheim im Lehener Stadion mitfieberten.

Danach begann eine heroische Abwehrschlacht der Salzburger, die zwar den Ausgleich durch Rainer Krieg hinnehmen mussten, aber mit dem 1:1 schließlich aufstiegen. Leo Lainer spielte als Weber-Ersatz einen starken Libero, Otto Konrad hielt alles, was auf sein Tor kam, Christian Fürstaller und Wolfgang Feiersinger hatten die gefährlichen KSC-Spieler Sergej Kirjakow und Edgar Schmitt im Griff.

Überhaupt zeigte das Team eine überragende Mannschaftsleistung. Verständlich, dass viele Austrianer im Visier der Scouts standen. Heimo Pfeifenberger wurde mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht, Otto Konrad galt als potenzieller Kahn-Nachfolger bei Karlsruhe, Nikola Jurcevic wurde von mehreren Clubs beobachtet.

Da war es nur logisch, dass auch in Salzburg schon die Planungen für die Zukunft liefen, um die potenziellen Abgänge ersetzen zu können. Trainer Otto Baric wünschte sich den Tiroler Michael Baur als Abwehrstabilisator. Auch Sturm-Graz-Talent Markus Schopp und GAK-Stürmer Edi Glieder sollten kommen. Präsident Rudi Quehenberger veranschlagte insgesamt 10 Millionen Schilling (ca. 720.000 Euro) für das Trio.

Die Blicke waren aber auch schon auf das bevorstehende Finale gerichtet. Inter Mailand hatte wie erwartet Cagliari bezwungen (3:0 nach 2:3 im Hinspiel). Doch fürchten musste Austria Salzburg nun keinen Gegner mehr. Rudi Quehenberger, der in den letzten Spielminuten im Wildparkstadion gelitten hatte ("oft stehe ich das nicht mehr durch"), legte sich fest: "Wir holen den UEFA-Cup."

Quelle: SN

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