Vor 25 Jahren

Otto Konrad wurde zum Elferhelden

15. März 1994: 17:0 stand es in den deutsch-österreichischen Duellen im Europacup, und Eintracht Frankfurt hatte im Rückspiel des UEFA-Cup-Viertelfinales gegen Austria Salzburg alle Trümpfe in der Hand.

Otto Konrads Schuss ins Glück.  SN/daniel krug
Otto Konrads Schuss ins Glück.

Bei den Salzburger saß Trainer Otto Baric wegen seiner Spuck-Aktion gesperrt auf der Tribüne. Kapitän Heribert Weber und Christian Fürstaller fehlten gesperrt. Schon nach 20 Minuten glich Maurizio Gaudino den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel aus. Dann sah Peter Artner schon nach 43 Minuten gelb-rot.

Doch mit viel Kampfgeist retteten sich zehn Salzburger in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen. Otto Konrad hielt gegen Gaudino, Wolfgang Feiersinger schoss drüber. Nachdem ihm sein Gegenüber Uli Stein den Penalty zum 4:3 ins Tor gesetzt hatte und Heimo Pfeifenberger gleich danach ausglich, nützte Konrad die kurze Pause vor dem nächsten Schützen zu einem Probeschuss aufs leere Tor - und schoss daneben. "Otto Konrad sollten sie keine Elfmeter schießen lassen", amüsierte sich RTL-Reporter Uli Potofski.

Wenige Minuten später lief Otto Konrad als großer Elferheld zu den 1500 mitgereisten Fans: Gegen Manni Binz gehalten, gegen Uli Stein getroffen - obwohl schon Thomas Winklhofer auf dem Weg zum Punkt gewesen war. Präsident Rudi Quehenberger und sein Vize Hans Gegenhuber trugen den Torhüter auf den Schultern vom Feld. Austria Salzburg stand im Semifinale des UEFA-Cups.

Der Elferkrimi von Frankfurt

Uwe Bein 1:0
1:1 Leo Lainer
Thomas Reis 2:1
2:2 Nikola Jurcevic
Maurizio Gaudino gehalten
gehalten Wolfgang Feiersinger
Jan Furtok 3:2
3:3 Adi Hütter
Uli Stein 4:3
4:4 Heimo Pfeifenberger
Manfred Binz gehalten
4:5 Otto Konrad

Quelle: SN

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